eGovernment-Initiative des BMI verlängert

Hilfen bei nPA und De-Mail: Behörden drängen auf Fortsetzung

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Die Initiative funktioniert nach dem „Einer-für-alle-Prinzip“. Welche Ergebnisse konnte der Wissensaustausch bisher erzielen und wie wurde er genau organisiert?

Rogall-Grothe: Alle Kooperationspartner haben sich zur Bereitstellung von Ergebnisdokumenten – etwa von Architektur- und Fachkonzepten, Potenzialanalysen, Machbarkeitsstudien sowie Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen – sowie zur Nennung von Ansprechstellen verpflichtet. Die Dokumente stehen auf dem Portal für den Personalausweis und den Internetseiten von De-Mail zum Download bereit. So zum Beispiel die Verfahrensdokumentation der Stadt Bremen, die das Bremer Bürgerterminal als IT-Verfahren beschreibt. Die Inhalte dieser Dokumenta­tion kann jede Behörde, die das Bürgerterminal einsetzt, in die Verfahrensmeldung gemäß ihrem Landesdatenschutzgesetz übernehmen.

Ein weiteres Beispiel ist das Akzeptanzkonzept der Kreisstadt Kitzingen für den neuen Personalausweis. Es zeigt, mit welchen Maßnahmen die Akzeptanz der eID-Funktion bei Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen sowie den Beschäftigten der Verwaltung erhöht werden kann. In Kitzingen stieg die eID-Quote nach Einführung von eGovernment-Sprechstunden für die Bürger und Schulungen für die Beschäftigten im Bürgerbüro. Die Kitzinger Maßnahmen waren also nachweislich erfolgreich.

Oder noch ein anderes Beispiel: Das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Europa hat die Integration der eID-Funktion in das sächsische Bürgerterminal aus prozessualer Sicht beschrieben und die Hard- und Software-Komponenten für die Nutzung von eID erläutert. Auch die für den Einsatz von eID notwendigen Voraussetzungen und Aktivitäten, also Zertifikate, Projektpläne, Wissensaufbau und Tests, werden erklärt. Das Fachkonzept nutzt allen Behörden, die das Bürgerterminal einsetzen möchten.

Im Idealfall lassen also die Verantwortlichen weiterer Integrationsvorhaben die Ergebnisse der Initiative direkt in ihre Arbeit einfließen. Bei Bedarf richten sie ihre Fragen direkt an diejenigen, die die Ergebnisse erarbeitet haben. Dieser Wissensaustausch wird ergänzt durch Pressearbeit und gemeinsame Fachveranstaltungen, die das mit der Initiative entstandene Netzwerk durch die persönlichen Begegnungen zusätzlich stärken.

Welche Rolle spielte dabei die Präsenz ausgewählter Projekte auf dem BfIT-Stand?

Rogall-Grothe: Der Public Sector Parc auf der CeBIT ist ein wichtiger Ort, um Projekte und Initiativen der Verwaltung von Bund, Ländern und Kommunen vorzustellen. Wir können hier die Politik ebenso erreichen wie Fachleute, Pressevertreter und Privatpersonen. Der Public Sector Parc hat sich auch als der richtige Ort für die Präsentation der Kooperationsvorhaben erwiesen. Wir konnten dort in diesem Jahr gemeinsam mit unseren Partnern die guten Ergebnisse der Initiative zeigen und in vielen Gesprächen erläutern. Ich bin davon überzeugt, dass diese Multiplikator-Wirkung ein wesentlicher Baustein für den nachhaltigen Erfolg der Initiative ist.

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