eGovernment-Initiative des BMI verlängert

Hilfen bei nPA und De-Mail: Behörden drängen auf Fortsetzung

| Redakteur: Manfred Klein

Kooperationsvorhaben der eGovernment-Initiative, hier mit Bundesminister Friedrich, präsentierten ihre Projekte auf dem Messestand der BfIT auf der CeBIT 2013
Kooperationsvorhaben der eGovernment-Initiative, hier mit Bundesminister Friedrich, präsentierten ihre Projekte auf dem Messestand der BfIT auf der CeBIT 2013 (Foto: BMI)

Die Initiative zur Förderung von De-Mail und nPA euem Personalausweis des Bundesinnenministeriums (BMI) geht in die zweite Runde. Das Projekt hat sich bundesweit als so erfolgreich erwiesen, dass man in Berlin beschlossen hat, die Laufzeit der I­nitiative zu verlängern.

Wenigstens bis zum Frühjahr des nächsten Jahres werden jetzt Kommunen sowie Landes- und Bundesbehörden bei der Umsetzung innovativer nPA- und De-Mail-Projekte unterstützt.

Staatssekretärin Rogall-Grothe setzt auch bei der Fortführung der Initiative auf das Motto: „Qualität statt Quantität“
Staatssekretärin Rogall-Grothe setzt auch bei der Fortführung der Initiative auf das Motto: „Qualität statt Quantität“ (Foto: BMI)

Was Verwaltungen von der Verlängerung erwarten können, darüber sprach eGovernment Computing mit der Bundesbeauftragten für Informationstechnologie, Staatssekratärin Cornelia Rogall-Grothe.

Frau Rogall-Grothe, die eGovernment-Initiative des Bundesinnen­ministeriums zur Förderung von De-Mail und dem neuen Personalausweis darf man getrost als Erfolg bezeichnen. Immer mehr Kommunen und Verwaltungen fragen an, ob sie sich beteiligen können. Worauf führen Sie diesen Erfolg zurück?

Rogall-Grothe: Zu unserer großen Freude war das Interesse der Behörden von Anfang an groß. Obschon die Planungsphase mit zweieinhalb Monaten kurz war, erhielten wir im letzten Jahr über 50 Interessensbekundungen. Häufig umfassten diese gleich mehrere Vorhaben. Das hat uns gezeigt, dass in der deutschen Verwaltung intensiv über den Einsatz von De-Mail und den Online-Ausweis nachgedacht wird.

Einige Ideen konnten nicht realisiert werden, zum Beispiel weil Schriftformerfordernisse bestanden. Doch viele Vorschläge passten aufgrund ihres hohen Nachnutzungspotenzials gut in die Initiative. Erarbeitet wurden über 49 neue Anwendungen für De-Mail und die eID-Funktion. In diesen Wochen werden die Vorhaben abgeschlossen.

Uns war von Beginn an wichtig, alle Verwaltungsebenen einzubinden. Das ist uns ohne Frage gelungen: Zu den 31 Kooperationspartnern zählen heute das Bundesjustizministerium und die Bundesagentur für Arbeit, Behörden von fünf Bundesländern, sieben Landeshauptstädte sowie zahlreiche Landkreise und Städte.

Der Erfolg der Initiative beruht aus meiner Sicht auf der praxisnahen Ausrichtung der Beratungsleistungen. Die Behörden mussten sich für ihre technischen und organisatorischen Detailfragen nicht erst Spezialisten suchen; sie hatten einen fachlich versierten Ansprechpartner an ihrer Seite. Zudem haben die Mitwirkenden großes Engagement bewiesen – ohne ihre Bereitschaft, die gemeinsam gesteckten Ziele zu erreichen, gäbe es heute weniger neue Anwendungen und Ergebnisdokumente.

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