Personalqualifizierung für eGovernment?

Hilfe zur Selbsthilfe für überforderte Verwaltungen

05.07.2011 | Autor / Redakteur: Prof. Regina Polster / Manfred Klein

Dr. Regina Polster, ist Professorin an der Fachhochschule Schmalkalden
Dr. Regina Polster, ist Professorin an der Fachhochschule Schmalkalden

Zunehmend stehend Verwaltungen vor der problematischen Aufgabe, ihre Mitarbeiter für eGovernment-Projekte qualifizieren zu müssen. Alle reden von Web 2.0 und Open Government – nur wer vermittelt die notwendige Medienkompetenz zum Umgang mit Blogs, Twitter oder MeinVZ?

Und die Bürgerpartizipation erfordert von der Verwaltungsseite nicht nur die Bereitstellung von Daten, sondern auch neue Verhaltensweisen hinsichtlich der Kommunikation. Trotz der „Adhocracy“-Plattform der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages ist das Bürokratiemodell noch nicht abgelöst. Es gelten weiterhin strenge Regelorientierung, häufig immer noch klar definierte Hierarchieprinzipien sowie vorgegebene Dienstwege. Nur die unpersönliche Amtsführung wurde endgültig aufgegeben. Doch die Mitarbeiter wurden bisher nur unzureichend auf diesen Paradigmenwechsel vorbereitet.

Denn eGovernment-Projekte aber auch laufende Verfahren erfordern von den Beteiligten besondere Qualifikationen. Bei der Auswahl von Projektmitarbeitern müssen sich Personalverantwortliche fragen: Welche Themen muss ein Mitarbeiter in einem eGovernment-Projekt beherrschen? Welche Aufgaben lassen sich per „Learning by Doing“ übernehmen? Wo bestehen die größten Risiken aufgrund fehlender Qualifikationen?

Hinzu kommen Fachbegriffe wie Cloud Computing, Incident Management, Shared Services oder XÖV, ITIL oder SOA – für viele ein Buch mit sieben Siegeln.

Ist es dann nicht besser, gleich auf den externen Sachverstand hochbezahlter Berater und Gutachter zurückzugreifen? Trotz der Gefahr, bei Projektende wichtiges Know-how zu verlieren, das bei nächster Gelegenheit erneut teuer eingekauft werden muss.

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