Interview Hessen-CIO Dr. Thomas Schäfer

Hessens eGovernment-Gesetz soll Kommunen mehr einbinden

| Redakteur: Manfred Klein

Welche sonstigen Weichenstellungen sollen das eGovernment-Gesetz sowie der Aktions- und Masterplan sonst eröffnen?

Schäfer: Das eGovernment-Gesetz wird zusätzlich weitere Grundlagen für die Ausrichtung des eGovernment in Hessen im Hinblick auf die IT-Sicherheit und auch die Zusammenarbeit mit den Kommunen schaffen. Auch diese Aspekte werden durch den Master- beziehungsweise Aktionsplan konkretisiert.

Welche anderen aktuellen Entwicklungen finden derzeit in Hessen im eGovernment statt und wie fügen sie sich in das Gesamtkonzept des Landes ein?

Schäfer: Neben den Entwicklungen, die in der „Digitalen Verwaltung in Hessen 2020“ konkreter beschrieben – jedoch längst nicht abschließend aufgezählt – werden, laufen parallel viele kleinere und größere Aktivitäten auf Hochtouren.

Das reicht etwa von der Optimierung der vorhandenen eGovernment-Strukturen, bis zur Überprüfung vorhandener Produkte auf deren Effizienz und Zweckmäßigkeit. Es ist eine Daueraufgabe das Gesamtbild des Landes im Blick zu behalten.

Zentral ist aber auch, das Gesamtbild des Landes sinnvoll in das Gesamtbild des Bundes einzupassen und die gemeinsamen Bestrebungen von Bund und Ländern koordiniert zu begleiten. Explizit hinweisen will ich hier auf die Auslotung der Möglichkeiten zur Ausweitung der ebenen­übergreifenden Zusammenarbeit.

Diese muss noch stärker ausgebaut und vereinfacht werden, um gemeinsam den Herausforderungen im eGov­ernment-Umfeld begegnen zu können. Von den finanziellen Vorteilen solcher Bestrebungen brauche ich an dieser Stelle wohl kaum reden.

Auf welche Bereiche wollen Sie in den kommenden Monaten konzentrieren?

Schäfer: Konkret werden die Themen Zusammenarbeit mit Bund, Ländern und Kommunen, Services für Bürgerinnen und Bürger, Sicherheit im IT-Umfeld sowie die weitere IT-gestützte Optimierung der Verwaltungsabläufe Schwerpunkte – nicht nur der nächsten Monate – sein. Dafür gilt es Tag für Tag einen weiteren Baustein zu legen, wohlwissend dass dieses Bauvorhaben niemals ganz vollendet sein kann.

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