„Amtsgänge künftig vom Wohnzimmer aus erledigen“

Hessen schaltet sein neues Landesportal frei

| Redakteur: Manfred Klein

Bis 2019 will Hessen ein flächendeckendes Online-Angebot für Bürger und Unternehmen auf die Beine stellen
Bis 2019 will Hessen ein flächendeckendes Online-Angebot für Bürger und Unternehmen auf die Beine stellen (Bild: © pololia – Fotolia.com)

Fitness-Apostel und Gesundheitspolitiker wird es es nicht freuen, aber Hessen will ernst machen mit eGovernment: Behördengänge sollen künftig von zuhause, gar von der Wohnzimmercouch aus erledigt werden können. Möglich machen soll dies das neue Landesportal.

Dazu heißt es aus Wiesbaden: „Die Digitalisierung der Landesverwaltung geht weiter: Das neue Portal 'service.hessen.de' bietet Bürgern, Unternehmen und Verwaltungen ab dem 31. Januar digitale Dienstleistungen und vielfältige Informationen in mehr als 150 Themengebieten rund um die Hessische Landesverwaltung.“ Die Informationen sollen schnell, einfach und übersichtlich abgerufen und in Anspruch genommen werden können. Damit lege das Land den technischen Grundstein für stetige Erweiterungen in der Zukunft.

„Das neue Verwaltungsportal ist das Ergebnis von konstruktiver, ressortübergreifender Zusammenarbeit mit dem Fokus, die Digitalisierung den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen und anderen Verwaltungen näher zu bringen und die Interaktion mit der hessischen Verwaltung zu erleichtern. Immer mehr Amtsgänge können dann schnell und einfach vom heimischen Wohnzimmer aus erledigt werden“, so Innenminister Peter Beuth.

Schon jetzt könnten Online-Antragsverfahren beispielsweise im Bereich des elektronischen Rechtsverkehrs oder für BAföG-Anträge über das neue Portal in Anspruch genommen werden. Vielfältige Informationen von Arzneimittelsicherheit über Einbürgerungs- oder Elterngeldanträgen und Rechtsfragen bis hin zu Wahlverfahren könnten gebündelt und strukturiert eingesehen und recherchiert werden. Bei weiterführenden Fragen stünden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur sofortigen Beantwortung unter der Behördennummer 115 bereit, so Beuth weiter.

„Sobald Online-Service wie Servicekonten, Antragsverfahren, Bezahlfunktion oder elektronischer Warenkorb eingeführt worden sind, werden Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Verwaltung zukünftig möglichst viele ihrer Anliegen orts- und zeitunabhängig erledigen können“, so Finanzminister und Chief Information Officer (CIO) Dr. Schäfer.

Bis zum Jahr 2019 sei in Zusammenarbeit mit den hessischen Kommunen ein flächendeckendes Online-Angebot vorgesehen. Verwaltungsvorgänge könnten dann jederzeit, papierlos und bequem von Zuhause aus gestellt werden, so Schäfer zu den Ausbauplänen.

Die Angebote und Dienste im Portal „service.hessen.de“ sind nach Nutzergruppen und Themenfeldern aufbereitet. Auf „service.hessen.de“ stehen verschiedene Wege zu einem gesuchten Anliegen zur Verfügung: Das Portal bietet auf der Startseite nicht nur eine Suchfunktion, sondern auch Schnelleinstiege oder den Zugang über die Navigation.

Die Navigation orientiert sich an den drei Zielgruppen – Bürger, Unternehmen sowie Verwaltung – und gibt einen Überblick über alle Themen, die für die jeweilige Zielgruppe relevant sind. Darüber hinaus bietet ein Verzeichnis aller Behörden umfassende Informationen und Kontaktdaten der zuständigen Stellen.

Mit der Strategie „Digitale Verwaltung Hessen 2020“ verfolgt das Land das Ziel, Angebote und Dienste künftig in digitaler Form bereitzustellen. „Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist das neue Verwaltungsportal, das unter der Federführung des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium der Finanzen realisiert worden ist und in Umfang und Funktion weiter ausgebaut wird“, so Hessens neuer Co-CIO Roland Jabkowski.

Mit dem „service.hessen.de“ werden die modernen Maßstäbe im Bereich der Barrierefreiheit und Inklusion in der digitalen Welt berücksichtigt. „Die Angebote dieses Portals sind unter den Gesichtspunkten der Barrierefreiheit erstellt, aufbereitet und umgesetzt und können auch mit mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets aufgerufen werden“, so der Innenminister.

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