Finanzminister und CIO Schäfer präsentiert seinen Co-CIO Roland Jabkowski

Hessen holt sich eGovernment-Expertise aus Österreich

| Autor: Manfred Klein

Im hessischen Landtag will man weiter an eGovernment arbeiten
Im hessischen Landtag will man weiter an eGovernment arbeiten (Bild: © Branko Srot – Fotolia.com)

Das Land Hessen hat ab dem 1. Januar 2017 einen Co-Chief Information Officer (Co-CIO). Der gebürtige Linzer Roland Jabkowski wird dann Finanzminister Dr. Thomas Schäfer bei seiner CIO-Tätigkeit und damit im Bereich der digitalen Verwaltungsmodernisierung unterstützen.

Die Personalie erläuterte Thomas Schäfer so: „Als Finanzminister und CIO setze ich mir gern ehrgeizige Ziele. Im vergangenen Jahr hat die Hessische Landesregierung die ‚Digitale Verwaltung Hessen 2020‘ vorgestellt. Mit dieser neuen digitalen Agenda des Landes soll in den kommenden fünf Jahren die Verwaltungsmodernisierung weiter vorangetrieben werden. Hierbei gilt es eigene Strukturen stetig zu verbessern und alle Kräfte zu bündeln. Aus diesem Grund brauchen wir eine weitere Verstärkung der ressort-übergreifenden Koordinierung, um neben den strategischen Grundsatzfragen auch in den ganz alltäglichen Projekten noch besser voran zu kommen. Dazu wird die Funktion eines Co-CIO dienen, die ab dem kommenden Jahr Roland Jabkowski übernehmen wird“, erklärte heute Dr. Thomas Schäfer.

Schäfer weiter: „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Roland Jabkowski. Er ist ein exzellent vernetzter Branchenkenner und Fachmann ersten Ranges, der Hessen bei der digitalen Verwaltungsmodernisierung gut tun wird. Da bin ich mir ganz sicher!“

Roland Jabkowski hat in Österreich über Jahrzehnte Erfahrung im IT- und Verwaltungsbereich gesammelt. Nach seinem Informatikstudium an der Johannes Kepler Universität Linz arbeitete er ab 1983 in mehreren namhaften IT- und Consulting-Unternehmen in führenden Positionen. Von Dezember 2005 bis April 2016 leitete der heute 57-jährige als Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung die Geschicke der Bundesrechenzentrum GmbH in Wien.

Das Bundesrechenzentrum ist der IT-Dienstleister und marktführende eGovernment-Partner der österreichischen Verwaltung. Mit rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut das Bundesrechenzentrum mehr als 30.000 IT-Arbeitsplätze an 1.200 Betriebsstandorten.

„Jeder der sich ein bisschen mit der digitalen Verwaltungsmodernisierung auskennt, weiß, dass Österreich auf diesem Gebiet eines der führenden Länder in Europa ist. Für diese positive Entwicklung ist auch und gerade das Bundesrechenzentrum in Österreich mit verantwortlich. Roland Jabkowski hat hier mehr als elf Jahre überaus erfolgreich als Geschäftsführer gearbeitet und das Rechenzentrum zu einem international anerkannten IT-Dienstleister mitentwickelt. Wir sind glücklich, dass wir mit Herrn Jabkowski einen ausgewiesenen Fachmann hinzugewonnen haben, der unsere Ideen und Leidenschaft für eine moderne Verwaltung teilt“, begründete Schäfer die Entscheidung.

Auch Hessens zukünftiger Co-CIO, Roland Jabkowski, freut sich auf seine neue Aufgabe: „In Deutschland ist Hessen in vielen Bereichen der Verwaltungsmodernisierung bundesweit führend. Das Land überzeugt mit seinen Verfahren und Produkten im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie und setzt seit Jahren immer wieder neue Maßstäbe. Es ist für mich eine sehr reizvolle und spannende Aufgabe, in verantwortlicher Position den weiteren digitalen Transformationsprozess dieses Bundeslandes mitgestalten zu dürfen.“

Mithilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnologien sei es möglich, verwaltungsinterne Arbeitsprozesse zu optimieren und nach außen gerichtete Dienstleistungen gegenüber dem Bürger und der Wirtschaft flexibler und noch serviceorientierter anzubieten. Hessen sei hier auf einem guten Weg, den das Bundesland auch fortan zielstrebig weitergehen wird. Ein Erfolgsfaktor werde dabei sicherlich auch die ressort- und verwaltungsebenenübergreifende Zusammenarbeit sein, so Jabkowski.

„Meine neue Aufgabe ist für mich eine absolute Herzensangelegenheit, der ich mich mit vollem Engagement widmen werde. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Herrn Staatsminister Dr. Thomas Schäfer und allen anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und auch darauf, meinen bisherigen Erfahrungsschatz in die gemeinsame Arbeit einbringen zu dürfen.“

Hessens Finanzminister und CIO erinnerte anlässlich auch daran, das sich Hessen bereits 2003, und damit im bundesweiten Vergleich als erstes Bundesland, für die Einrichtung einer CIO-Funktion auf Ebene der Landesregierung entschied: „Hessen traf damit eine Pionierentscheidung, der mittlerweile zahlreiche andere Bundesländer gefolgt sind.“

Innerhalb der Hessischen Landesregierung bekleidete zunächst Harald Lemke (2003 bis 2008) und anschließend Horst Westerfeld (2008 bis Januar 2014) die Funktion des Chief Information Officer (CIO) und Bevollmächtigten für eGovernment und Informationstechnologie des Landes im Rang eines Staatssekretärs. Seit März 2014 übt diese Funktion der Hessische Finanzminister aus.

„Der Arbeit von Harald Lemke und Horst Westerfeld ist es zu verdanken, dass Hessen bei der digitalen Verwaltungsmodernisierung in vielen Bereichen bis heute einen äußerst erfolgreichen Weg geht. Meine weitere CIO-Tätigkeit und die zukünftige Arbeit unseres Co-CIOs Roland Jabkowski soll diesen Weg kontinuierlich fortsetzen. Es ist unser beider Anliegen, bei diesem wichtigen und herausfordernden Thema weiter den Blick auf unser Land zu lenken, um die bestmöglichen Lösungen für die Menschen in Hessen zu erreichen“, so Dr. Thomas Schäfer abschließend.

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posted am 13.12.2016 um 07:28 von Unregistriert


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