„MorphMatch-Technologie“ von Biotronik

Herzpatienten mit Zugang zu MRT-Untersuchungen

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

Mit der „ProMRI-Technologie“ ist Biotronik in der Lage, Implantate und Elektroden zur kardialen Resynchronisationstherapie für Herzinsuffizienzpatienten anzubieten
Mit der „ProMRI-Technologie“ ist Biotronik in der Lage, Implantate und Elektroden zur kardialen Resynchronisationstherapie für Herzinsuffizienzpatienten anzubieten (Bild: Biotronik)

Laut Biotronik sind die ICDs für Ultrahochfeld-MRT-Scans als weltweit erste Systeme zugelassen und reduzieren durch die „MoprhMatch-Technologie“ die Abgabe inadäquater Schocks. Zugleich wird die Implantation der CRT-D-Implantate dank der „Sentus QP“-Elektrode erheblich vereinfacht.

Biotronik, der bekannte Hersteller innovativer Medizintechnik,hat die Einführung einer neuen Serie von Ein- und Zweikammer-ICDs (implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren) und CRT-Ds (Implantate zur kardialen Resynchronisationstherapie) an. Im Juli 2014 erhielt die „Itrevia/Inventra-Serie“ die CE-Zulassung und wurde lazt Aussage des Unternehmens bereits in verschiedenen Kliniken weltweit implantiert.

Mit seiner ProMRI-Technologie ist Biotronik laut eigener Aussage der erste und einzige Hersteller, der Herzinsuffizienzpatienten Implantate und Elektroden zur kardialen Resynchronisationstherapie anbietet, die für Magnetresonanztomografie-Untersuchungen (MRTs) zugelassen sind. Patienten mit den neuen Einkammer-ICDs haben sogar die Möglichkeit, sich MRT-Untersuchungen mit bis zu 3,0 Tesla zu unterziehen, unter Berücksichtigung einer Ausschlusszone. Bei Patienten mit einem Zweikammer-ICD und auch mit einem Einkammer-ICD lassen sich Ganzkörperuntersuchungen mit 1,5 Tesla durchführen. Einen schnellen Überblick über die verschiedenen Scan-Möglichkeiten gibt der online ProMRI-SystemCheck.

Verbesserter Zugang zu komplexen Gefäßanatomien

Für Dr. Klaus-Jürgen Gutleben, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie am Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen, ist es ein wichtiger Schritt, dass er seinen Patienten nun CRT-Lösungen anbieten kann, die für MRT-Scans zugelassen sind. In seiner Klinik erhalten jährlich 200 bis 300 Patienten ein solches Implantat.

„Von besonders großer Bedeutung sind MRT-Untersuchungen für meine jüngeren Patienten sowie für Patienten, die Begleiterkrankungen

Der Biotronik „Itrevia“-Defibrillator für Patienten mit Herzinsuffizienz
Der Biotronik „Itrevia“-Defibrillator für Patienten mit Herzinsuffizienz (Bild: Biotronik)

haben wie Gehirntumore. Diese lassen sich am besten mithilfe von hochauflösenden MRT-Bildern diagnostizieren“, erklärt Dr. Gutleben und führt weiter aus: „Solchen Patienten würde ich ein System empfehlen, mit dem man sich einer MRT-Untersuchung unterziehen kann, wie zum Beispiel den ,CRT-D Itrevia' zusammen mit der „Sentus QP“-Elektrode.“

Die Elektrode Sentus QP verbessert den Zugang zu komplexen Gefäßanatomien und vereinfacht so die Implantation. Nach Aussage von Biotronik ist sie zudem die erste quadripolare linksventrikuläre Elektrode, die zur Durchführung einer Magnetresonanztomografie zugelassen ist. Neben einer stabilen Elektrodenpositionierung im Koronarsinus bietet sie vielfältige elektronische Repositionierungsoptionen zur Bestimmung des optimalen Stimulationsortes.

Das Beste für die Patienten

„Bei der Auswahl des geeigneten Implantats möchte ich sichergehen, dass meine Patienten von der kardialen Resynchronisationstherapie maximal profitieren“, sagt Dr. Gutleben. „In klinischen Studien wurde nachgewiesen, dass die Mortalität bei Patienten, die weniger inadäquate Schocks erhalten, reduziert ist. Wir wissen auch, dass sich dies positiv auf die mentale Verfassung und die Zufriedenheit der Patienten mit der Therapie auswirken kann. Die neuen Detektionskriterien der I-Serie stellen sicher, dass meine Patienten nur die Therapie erhalten, die sie tatsächlich benötigen.“

Die neuen ICDs reduzieren mithilfe der Morphologie-Detektionskriterien MorphMatch die Abgabe inadäquater Schocks und optimieren die antitachykarde Stimulation (ATP). Sie erleichtern dem Arzt die exakte Bestimmung der individuellen Stimulationstherapie und bieten dem Patienten maximale Lebensqualität.

Permanente Verbesserung der Medizintechnik

„Unsere Ingenieure arbeiten engagiert daran, die Medizintechnik für Patienten stetig zu verbessern. Dabei richten sie sich nach den Anforderungen der Ärzte und den Bedürfnissen der Patienten. Auf diese Weise finden sie Lösungen, die neue Standards setzen und durch zahlreiche klinische Studien bestätigt werden. Allein die im Lancet publizierte ,In-Time-Studie´ hat gezeigt, dass mit Biotronik Home Monitoring die Mortalität bei Herzinsuffizienzpatienten um mehr als die Hälfte reduziert werden kann“, erklärt Wolf Ruhnke, Vice President von Biotronik.

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