EU-Dienstleistungsrichtlinie

Herausforderungen an die IT-Umsetzung

09.08.2008 | Redakteur: Manfred Klein

EAP in einer großen Stadt

Der EAP sollte durch ein ideales IT-System unterstützt werden, im folgenden DLR-Management-System (kurz DLR-M-S) genannt. Das DLR-M-S verbindet die vier Akteure, die bei einem Antrag auf Aufnahme und Ausübung einer wirtschaftlichen Tätigkeit aktiv werden müssen: den DLR-Kunden im Ausland, den EAP in einer großen Stadt, die Hintergrundverarbeitung in der Verwaltung dieser Stadt und in anderen Behörden sowie schließlich andere externe Institutionen. Der DLR-Kunde findet im idealen DLR-M-S viele wichtige Informationen und kann alle Anträge und weiteren Formalitäten über den EAP abwickeln. Dabei wird alles elektronisch und ohne Medienbrüche erledigt. Es gibt keine Redundanzen: Name und Adresse etwa brauchen nur einmal für alle Formulare eingegeben werden.

Der EAP ist Berater, Lotse und Mittler für den DLR-Kunden. Er liefert ihm Basisinformationen, nimmt seine Verfahrenskorrespondenz entgegen, leitet sie weiter an die zuständigen Behörden und koordiniert deren Abläufe. Er überwacht Fristen und gibt Statusauskünfte. Dabei arbeitet er mit anderen Behörden und Institutionen zusammen. Ein Teil dieser Behörden gehören zur kommunalen Ebene, also zur jeweiligen Stadtverwaltung. Der Sachbearbeiter in einer Behörde oder in einer anderen Institution bearbeitet mithilfe eines Fachverfahrens seinen Teil des DLR-Antrags und erteilt für seinen Bereich einen Bescheid.

Es gibt eine elektronische Prozess-Steuerung und alle Beteiligten werden elektronisch über die Aufgaben informiert, die sie zu erledigen haben. Die elektronischen Akten werden in einem Fall-Management-System geführt. Mit feingranularen Zugriffsrechten werden die Anforderungen des Datenschutzes umgesetzt. Der EAP, die anderen Behörden und das DLR-M-S erbringen zusammen einen Service, der sich an den Bedürfnissen der Kunden orientiert.

Die Grafik zeigt eine mögliche Lösungsarchitektur für eine so umfassende IT-Unterstützung für DLR-Kunden und EAP durch ein DLR-M-S. Sie betont Komponenten, Dienste und explizite Prozesse und folgt den Vorstellungen einer serviceorientierten Architektur (SOA). Besonders wichtig ist die Integration des DLR-M-S in die vorhandene IT-Landschaft. Ein Enterprise Service Bus, der sich technisch auf Webservices stützt, und Adapter sind hier wichtige Bausteine. Die dargestellte Architektur kann durch Software-Produkte der IBM und ihrer Partner realisiert werden.

 

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