Veränderungen im Siemens-Vorstand

Healthcare-Geschäftsführung neu geordnet

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

Unterstützung bekommen sie dabei seitens des Vorstands von Siegfried Russwurm, der selbst zehn Jahre lang in der damals noch Medizintechnik genannten Sparte gearbeitet hat.

Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG sagte dazu: „Herr Requardt und die Führungskräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Healthcare können sehr stolz auf die zurückliegenden höchst erfolgreichen Jahre gemeinsamer Arbeit sein. Ich habe höchsten Respekt für Herrn Requardts Entscheidung, den Weg für einen Generationenwechsel zu ebnen.

Hohe Fachkompetenz verbunden mit Dynamik

Sehr erfreut sei er über die Berufung von Janina Kugel in den Vorstand. Frau Kugel verbinde hohe Fachkompetenz mit Dynamik, Initiative und großer Anerkennung im Unternehmen. „Globalisierung, Digitalisierung und der demographische Wandel führen zu umfassenden strukturellen Veränderungen der Arbeitswelt. Mehr denn je sind professionelle Personalarbeit und Führungsentwicklung ein Schlüsselfaktor für den Erfolg von Siemens“, sagte Kaeser.

Die Siemens AG (Berlin und München) ist seit Jahren führend in der Sparte bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2014, das am 30. September 2014 endete, erzielte Siemens einen Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten von 71,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,5 Milliarden Euro. Ende September 2014 hatte das Unternehmen weltweit rund 357.000 Beschäftigte.

Allerdings ist der Gewinn des Unternehmens im vergangenen Quartal eingebrochen. Das Ergebnis reduzierte sich auf knapp 1,1 Milliarden Euro (nach Steuern). Die Umsätze konnten zwar um drei Prozent auf 17,4 Milliarden Euro gesteigert werden, auf der anderen Seite aber ist der Auftragseingang um 13 Prozent auf rund 18 Milliarden Euro gesunken.

Veränderte Zinslage und schwankende Finanzinstrumente

Laut Aussage der Siemens-Führung seien die veränderte Zinslage, aber auch Schwankungen bei Finanzinstrumenten für den rückgängigen Auftragseingang verantwortlich.

Beide Faktoren erzeugten ein Defizit von 123 Millionen Euro in der hauseigenen Vermögensverwaltung und auch operativ lief es in den einzelnen Konzernsparten sehr unterschiedlich.

Das Geschäft mit Energietransfertechnik und Windanlagen war durchaus zufriedenstellend, die Medizintechnik- und die Kraftwerks- und Gassparte (Power & Gas) jedoch hatten mit Rückgängen zu kämpfen. Beide Sparten hatten vor einem Jahr noch die höchsten Konzerngewinne eingefahren.

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