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TAN-Nummer als eGovernment-Zugang Handy-Signatur als Alternative zum Bürgerkartensystem?

| Redakteur: Manfred Klein

Um seine Verwaltungsprozesse weiter zu optimieren, will Österreich Behördengänge verstärkt ins Internet verlegen. Unter anderem überlegt die Regierung nun, zusätzlich zur Bürgerkarte auch ein TAN-System für Online-Behördengänge einzuführen, meldet der österreichische Rundfunk.

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Österreich plant den Zugang zu eGovernment via Handy
Österreich plant den Zugang zu eGovernment via Handy
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Grundprinzip: Will ein Kunde zum Beispiel seine elektronische Steuererklärung einreichen, dann lässt er sich in Zukunft eine Transaktionsnummer (TAN) auf sein Handy schicken, mit der er sich im Internet identifiziert. eGovernment-Macher in Österreich gehen davon aus, dass ein solches System die Bürgerkarte ergänzen könnte, die vor sieben Jahren eingeführt wurde, aber mit erst 75.000 Privatanwendern als Ladenhüter gilt. „Das TAN-System ist eine Methode, die man prüfen wird“, erklärte auf Anfrage von ORF.at SPÖ-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder. „Wir wollen, dass mehr Menschen von den Online-Angeboten Gebrauch machen und sehen da noch Potenzial.“ Dabei soll das TAN-System als Ergänzung zum Bürgerkartensystem betrieben werden. Konkrete Beispiele für künftige Online-Anwendungen nannte Schieder jedoch nicht – das liege in der Zuständigkeit der jeweiligen Ministerien.

Schieder präsentierte zudem die Ergebnisse einer eGovernment-Studie, in der die 100 wichtigsten Verwaltungsverfahren Österreichs untersucht wurden. Die Studie ergab, dass die Österreicher rund 32,3 Millionen Stunden pro Jahr mit Behördengängen verbringen. Insgesamt werden aber erst rund sieben Prozent der Amtsgänge online abgewickelt: Von 22 Millionen in der Studie erfassten Anträgen und Bescheiden wurden 12,5 Millionen persönlich eingereicht, 7,7 Millionen Formulare wurden per Post oder eMail übermittelt, und nur 1,6 Millionen Amtsgänge erfolgten über das Internet.

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