Studie Web 2.0 in bayerischen Kommunen

Handlungsrahmen für Bürgermeister und eGovernment-Entscheider

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Die 13 Handlungsansätze im Detail:

  • 1. Vision & Nachhaltigkeit: Der Einsatz von Web 2.0-Technologien soll im Einklang mit dem bestehenden Leitbild und den geplanten zukünftigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen der Kommune stehen. Ausgehend vom strategischen Leitbild der Kommune ist zu prüfen, wie Web-2.0-Technologien nachhaltige Mehrwerte schaffen können. Es empfiehlt sich, gegebenenfalls unter Beteiligung Externer, bei der Formulierung, Umsetzung und Fortschreibung nachhaltiger Visionen die Möglichkeiten der Web-2.0-Dienste für das Zusammenleben und die Gemeinschaft in der Kommune aufzuzeigen und schriftlich festzuhalten.
  • 2. Klare Zielsetzung: Der Einsatz von Web-2.0-Technologien soll der Erreichung von konkreten Zielen dienen, die durch die Kommune zu formulieren sind. Kern dieser Zielvereinbarung sind inhaltliche Ziele, ihr Umfang, der zeitliche Bezug und Strategien zur Umsetzung. Mit der Formulierung von Kennzahlen und Messkriterien lassen sich Ergebnisse und Auswirkungen messen. Dadurch können Rückschlüsse auf Erfolg oder Misserfolg bestimmter Maßnahmen ableitgeleitet werden. Mithilfe der Kennzahlen wird eine zielgerichtete Steuerung der Web-2.0-Aktivitäten erst möglich.
  • 3. Klare Kommunikation: Im Bereich der Neuen Medien sollte deutlich werden, wer alles im Namen der Kommune kommunizieren darf und wer für die Kommune tatsächlich kommuniziert. Zugleich sollte publiziert werden, welche Kanäle und Dienste offiziell genutzt werden. Dies kann beispielsweise in Form eines „Social Media-Registers“ erfolgen, welches vorbildhaft von den Städten Nürnberg und Coburg unterhalten wird.
  • 4. Mehrwerte intelligent schaffen: Die Nutzung von Web-2.0-Instrumenten wird häufig zunächst als zusätzlicher Aufwand verstanden, dessen Mehrwerte deutlich in Frage gestellt werden. Selbst wenn eine Quantifizierung der Mehrwerte schwerer fällt als bei der Erfüllung „herkömmlicher“ kommunaler Aufgaben, überzeugen die einfache Bedienung und Administration, die geringen Kosten für die Web-2.0-Anwendungen, intelligente Angebote, die Vernetzung und das schnelle Feedback der Web-2.0-Technologien. Darüber hinaus schaffen Aktivitäten im Bereich Social Media die Grundlage für Transparenz, Beteiligung und Zusammenarbeit von Bürgern und Kommune, was ohne die neuen Möglichkeiten im Web 2.0 nicht vorstellbar gewesen wäre.

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