Studie Web 2.0 in bayerischen Kommunen

Handlungsrahmen für Bürgermeister und eGovernment-Entscheider

| Redakteur: Manfred Klein

Wie werden Kommunen fit für den Einsatz Sozialer Netze?
Wie werden Kommunen fit für den Einsatz Sozialer Netze? (Foto: kbuntu - Fotolia.com)

Die Studie „Web 2.0 in bayerischen Kommunen“ wurde im Auftrag der Innovationsstiftung Bayerische Kommune durch die Zeppelin Universität erstellt. Die Studie untersucht Chancen und Risiken aktueller Web-2.0-Angebote für Kommunen und bietet kommunalen Entschei­dungs­trägern einen soliden Handlungsleitfaden mit zahlreichen Anwendungsszenarien.

Auftraggeber und Verfasser der Studie haben sich dazu im Vorfeld folgende Fragen gestellt: Was treibt Kommunen an, das Web 2.0 für ihre Zwecke zu nutzen? Welche Chancen und welche Risiken stehen hinter den einzelnen Angeboten? Was müssen Kommunen beachten, die sich mit dem Web 2.0 beschäftigen wollen?

Dazu die Verfasser: „Ein kommunales Web-2.0-Angebot bietet unterschiedliche Potenziale: Mit einem Auftritt in einem sozialen Netzwerk können einige Zielgruppen einfacher als über andere Kanäle erreicht werden, etwa junge Menschen, ehemalige Einwohner oder Touristen. Ein Karrierenetzwerk wiederum kann einen weiteren Weg für Stellenbewerber eröffnen.“

Bestimmte Web-2.0-Angebote würden sich daher eher für den Meinungsaustausch mit Bürgern im Rahmen kommunaler Entscheidungen eignen. Andere Angebote, wie etwa interaktive Kartenprojekte, dienten der dauerhaften Zusammenarbeit mit der Bevölkerung. Nicht zuletzt biete ein Web-2.0-Angebot auch den Eindruck eines modernen Internetauftritts.

Sie weisen auch darauf hin, dass neben den typischen Fehlern, die man bei einem IT-Projekt begehen könne, bei Web 2.0 auch ein hohes Risiko bestehe, mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen.

„Die meisten Web-2.0-Plattformen werden von außereuropäischen Unternehmen bereitgestellt und richten sich nicht nach deutschem Recht. Verstöße gegen das deutsche Datenschutzrecht sind damit beinahe unvermeidlich. Jede Kommune muss daher im Einzelfall genau prüfen, ob und unter welchen Bedingungen ein eigenes Web-2.0-Angebot in rechtskonformer Weise geschaffen werden kann“, so die Verfasser.

Auch gelte es zu berücksichtigen, dass – auch wenn im Web-2.0 vieles kostenlos sei – der interne Aufwand für die Kommune und das notwendige Engagement der Beteiligten für den dauerhaften wirkungsvollen Betrieb einer Web 2.0-Lösung nicht unerheblich sei.

„Im Ergebnis sollte jede Kommune selbst abwägen, ob und wie sie den Schritt in das Web 2.0 wagen will“, so die Autoren. Die Studie. Sollte diese Entscheidung positiv ausfallen, dann haben die Verantwortlichen in den Kommunen mit der Studie einen umfangreichen Leitfaden zur Umsetzung parat.

Die Studie ist das Ergebnis eines 12-monatigen Forschungsprojektes und gibt einen Überblick über alle relevanten Instrumente und Fallstricke. Die Studie ist dazu in vier Teile gegliedert:

  • Handlungsrahmen für Entscheider
  • Handlungsleitfaden
  • Fiktive Anwendungsszenarien & praktische Beispiele
  • Hintergründe und Grundlagen

Schon der Handlungsrahmen stellt 13 strategische Handlungsansätze zur Umsetzung von Web-2-0-Vorhaben zur Verfügung.

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