Onlinezugangsgesetz

Hamburg und Dataport planen neue eGovernment-Infrastruktur

| Autor: Manfred Klein

Hamburg und Dataport sind nach eigenen Angaben ready für die Online-Verwaltung
Hamburg und Dataport sind nach eigenen Angaben ready für die Online-Verwaltung (Bild: © adam121 – stock.adobe.com)

Die Freie und Hansestadt Hamburg will noch in diesem Jahr alle Voraussetzungen für die Umsetzung der Anforderungen aus dem Online-Zugangs-Gesetz (OZG) und für den Portalverbund schaffen. Gemeinsam mit dem IT-Dienstleister Dataport will Hamburg dafür noch in diesem Jahr eine neue Online-Service-Infrastruktur (OSI) in Betrieb nehmen.

Der Hamburger Staatsrat, Dr. Christoph Krupp, stellte die neue Infrastruktur auf der Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen IT-Dienstleister e.V. (Vitako) in Hamburg vor. OSI soll jedoch nicht nur in Hamburg zum Einsatz kommen: „Die Online-Service-Infrastruktur kann von allen Kunden von Dataport über eigene Mandanten genutzt werden. Auch die Online-Services stehen allen zur Verfügung.“ betonte Krupp.

Hamburg stellt nach eigenen Angaben bereits jetzt 80 Online-Services – wie zum Beispiel die einfache Melderegisterauskunft oder die Online-Kita-Suche – auf seinem Serviceportal bereit.

Diese Dienstleistungen sollen für den Einsatz auf der neuen Infrastruktur nun vollständig überarbeitet werden. Nutzerorientierung sei, dabei so Krupp, die zentrale Voraussetzung für die Akzeptanz und den Erfolg der Online-Services der Öffentlichen Verwaltung.

In diesem Zusammenhang hob Krupp hervor, dass das Hamburger Serviceportal bereits heute sehr gut sei. Es habe zurzeit 1,4 Millionen Zugriffe im Jahr, müsse aber künftig 1,4 Millionen Zugriffe pro Tag leisten. Dazu müssten die Online-Services noch attraktiver und an den Bedürfnissen der Nutzer ausgerichtet werden.

Sowohl die neue Infrastruktur wie auch die Online-Services sollen über standardisierte Schnittstellen verfügen und so eine durchgängige Interoperabilität ermöglichen. „Unser Ziel ist es, schnell und unkompliziert die Anforderungen des OZG umzusetzen. Der Schlüssel ist hier Interoperabilität. Wir wollen schneller sein und schaffen dafür die Voraussetzungen indem wir individuelle Lösungen und Entwicklungen zusammenführen. Mit OSI können wir das“, kommentiert Dr. Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender von Dataport, das gemeinsame Projekt.

OSI besteht aus mehreren voneinander „gekapselten“ und interoperablen Modulen: dem Servicekonto für die Authentifizierung, Postfach und ePayment, die Funktion „Suchen und Finden“ sowie eine API-Schnittstelle (API: Application Programming Interface). Die einzelnen Module sollen sich auch mit den Modulen anderer Hersteller kombinieren lassen.

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