Digitale Infrastruktur

Hamburg setzt auf LoRaWAN für Datennetz

| Autor: Julia Mutzbauer

In Hamburg sollen acht städtische Unternehmen gemeinsam für das LoRaWAN-Projekt zum Aufbau des Datennetzes arbeiten
In Hamburg sollen acht städtische Unternehmen gemeinsam für das LoRaWAN-Projekt zum Aufbau des Datennetzes arbeiten (© powell83 - stock.adobe.com)

Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung will Hamburg seine Daten-Infrastruktur mithilfe der Funk-Technologie LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) aufbauen. Für eine effiziente Umsetzung des Projektes sollen acht städtische Tochterunternehmen zusammenarbeiten.

Aus dem Amt für IT und Digitalisierung heißt es dazu: „LoRaWAN ist eine frei verfügbare Funk-Technik, welche die Übertragung von Messwerten über weite Strecken von schwer zugänglichen Orten, beispielsweise aus dem Keller, ermöglicht. Dabei erfüllt Lo-RaWAN höchste Anforderungen hinsichtlich der Zuverlässigkeit und Sicherheit der Daten.“

Beispiele für den Einsatz

Die Einsatzbereiche seien dabei sehr vielfältig. Das Amt für IT und Digitalisierung erklärt: „Ein praktisches Beispiel ist Multi Metering. Hierbei werden sämtliche Energiemedien einer Liegenschaft aus der Ferne ausgelesen, also Strom, Wasser Kälte, und Wärme. Die so gewonnene Transparenz des Verbrauchs schafft die Möglichkeit verschiedene betriebliche Abläufe effizienter zu gestalten und gleichzeitig Kosten einzusparen.“

Auch Anwendungen wie die Ansteuerung der öffentlichen Beleuchtungsanlagen, das Messen von Füllständen für Müllbehälter, Fernauslesung von Anlagenmesstechnik wie zum Beispiel die Rücklauftemperatur im Heizungssystem oder das Auslesen verschiedener Messwerte in Gebäuden wie die Raumtemperatur und -feuchtigkeit seien möglich.

Vorteile der Zusammenarbeit

Der Vorteil einer Kooperation in diesem Projekt liege darin, dass nur ein gemeinsames LoRaWAN-Netzwerk aufgebaut werden müsse, in welchem jeder Partner seine Daten eigenständig und sicher übertragen könne. Die zentrale Koordination soll hierbei der Anbieter Stromnetz Hamburg übernehmen.

Folgende Unternehmen sollen gemeinsam an dem LoRaWAN-Projekt arbeiten:

  • Gasnetz Hamburg,
  • HAMBURG ENERGIE,
  • Hamburger Hochbahn,
  • Hamburg Verkehrsanlagen,
  • HAMBURG WASSER,
  • SBH Schulbau Hamburg,
  • Stadtreinigung Hamburg und
  • Stromnetz Hamburg.

Hamburgs Chief Digital Officer (CDO) Christian Pfromm freut sich: „Diese Kooperation hat einen großen Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger. Durch den flächendeckenden und schnellen Informationsaustausch können verschiedene Dienstleistungen zügiger und umfassender zur Verfügung stehen. Das wird sich positiv auf die Lebensqualität in Hamburg auswirken. Zudem ermöglicht diese Zusammenarbeit eine enorme Bündelung von Synergien für alle beteiligten Unternehmen.“

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