Haushaltswesen

Hamburg geht bei der Einführung der Doppik in die Verlängerung

| Redakteur: Manfred Klein

(Foto: Vogel IT-Medien)

Steria Mummert Consulting hat den Zuschlag für das europaweit ausgeschriebene Haushalts­modernisierungsprojekt der Freien und Hansestadt Hamburg erhalten. Das Unternehmen wird die Stadt für drei weitere Jahre bei der strategischen Neuausrichtung des Haushaltswesens unterstützen. Das Projekt läuft allerdings bereits seit 2007.

Mit dem neuen Projekt sollen die Ergebnisse vorangegangener Modernisierungsschritte um neue strategische Anforderungen erweitert werden.

Dazu heißt es vonseiten Steria Mummert Consulting: „So wird beispielsweise ein effizientes Planungs- und Steuerungssystem implementiert. Die komplexen Haushaltsplanungsprozesse in der Verwaltung werden damit einheitlicher und transparenter. Im Verlauf des Haushaltsjahres werden dann zeitnah und detailliert Steuerungsinformationen vorliegen, die es erlauben, auf Planabweichungen oder veränderte Anforderungen adäquat zu reagieren.“

Im Ergebnis werde die Stadt Hamburg ein hochmodernes Rechnungswesen mit einheitlichen Abläufen für Bewirtschaftung, Kasse, die Integration von Fachverfahren sowie alle Prozesse des Haushaltes nutzen. Bis 2015 werde die Gesamtlösung in allen Behörden und Ämtern der Stadt an den Start gehen.

Bereits seit 2007 begleitet Steria Mummert Consulting die Einführung der doppelten Buchführung in Konten (Doppik) sowie eines ziel- und wirkungsorientierten Haushaltswesens in der Hansestadt. Dabei wird schrittweise das kamerale Rechnungswesen abgelöst.

„Wir haben uns im Ergebnis der europaweiten Ausschreibung erneut für Steria Mummert Consulting als Dienstleister und Partner entschieden. Durch die langjährige Zusammenarbeit besteht ein hohes Verständnis der verwaltungsinternen Prozesse. Gleichzeitig benötigen wir für die Umsetzung ein exzellentes IT-Know-how“, erklärte der Gesamtprojektleiter der Freien und Hansestadt Hamburg, Lars Kastning.

Damit wäre das Projekt nach etwa neun Jahren abgeschlossen.

Auf die Anfrage, weshalb das Projekt solange gedauert habe und weshalb es noch nicht abgeschlossen sei, erklärte Steria Mummert Consulting: „Das in 2007 gestartete Projekt wurde inhaltlich und in der technischen Umsetzung abgeschlossen – jedoch nicht komplett in die Fläche ausgerollt. Nach den ersten Erfahrungen, wurden die inhaltlichen Ziele angepasst und mit der strategischen Neuausrichtung nun ein neues Projekt gestartet.“

Auf die Frage weshalb das Projekt noch nicht in die Fläche ausgerollt wurde, weshalb eine strategische Neuausrichtung notwendig geworden sei und wodurch sich alte und neue strategische Ausrichtung unterscheiden würden, antwortete Steria Mummert Consulting: „Was bis 2015 ausgerollt werden soll, ist nicht das, was 2007 gestartet wurde, sondern etwas Neues, weil sich die inhaltlichen Zielsetzungen geändert haben. Die Projektdauer dieser strategischen Neuausrichtung ist im Rahmen des Üblichen für derlei Vorhaben.“

Und: „Ein teilweiser beziehungsweise wellenförmiger Rollout war von vornherein geplant, weil es sich um eine komplexe Umstellung von verschiedenartigen Behörden und Ämtern der gesamten Hamburgischen Verwaltung handelte. Eine Randbedingung ist dabei – da wir uns hier im Finanzwesen bewegen – die Umstellung einer Welle immer zum Jahreswechsel vorzunehmen. Nach den ersten Rollout-Wellen wurde eine Evaluation der erreichten Ergebnisse und deren Auswirkungen vorgenommen.

Außerdem haben Hamburger Senat und Bürgerschaft wesentliche strategische Änderungen beschlossen. Die Umsetzung der Ergebnisse aus Evaluierung und der strategischen Neuausrichtung (veränderte Steuerungsziele, veränderte Abbildung von Budgets, neuer Zuschnitt von Ermächtigungsebenen) haben dazu geführt, dass ein neues Projekt aufgesetzt wurde. Dieses Projekt wurde europaweit ausgeschrieben. Steria Mummert Consulting erhielt den Zuschlag.“

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