Landesbetrieb Verkehr schickt die Fahrzeughalter ins Internet

| Autor / Redakteur: Dr. Lutz Gollan, Dr. Jörg Oltrogge / Gerald Viola

Kfz-Kennzeichen gibt's künftig bei der Post
Kfz-Kennzeichen gibt's künftig bei der Post (Foto: Michael Lindner)

Der Landesbetrieb Verkehr der Hansestadt (LBV) ermöglicht erstmals in Deutschland die bequeme Ummeldung von Fahrzeugen per Internet und die Bürger erhalten das fertige Ergebnis – die Kfz-Zulassung inklusive aller Dokumente – ohne Besuch der Zulassungsbehörde oder anderer Verwaltungsbehörden zu äußerst attraktiven Zeiten!

Klingt einfach – doch bis es soweit war, mussten einige Hürden überwunden werden.

Seit April 2012 besteht für Fahrzeughalter in Hamburg in einem bundesweiten Pilotprojekt die Möglichkeit, ihr Auto oder Motorrad online umzumelden. Dabei können sie sich aussuchen, ob sie die Unterlagen und Kennzeichen entweder an einem der Standorte des LBV oder in einer Partnerfiliale der Deutschen Post AG abholen. Der LBV Hamburg setzt damit einen wichtigen Meilenstein im Rahmen des Projektes „Deutsches Online Kfz-Wesen“ um. Zur Erinnerung: Bereits im April 2009 gab die Verkehrsministerkonferenz das Ziel vor: die Kunden sollen die Kfz-Zulassung ohne Behördengang erhalten und dies unter aktiver Benutzung des Internets.

LBV „kreiert“ die Kontrollierte Ausgabestelle

Für den LBV bestand die größte Herausforderung darin, einen Weg zu finden, wie die amtlichen Unterlagen und Kennzeichen außerhalb der Behörde sicher ausgehändigt werden können. Eine neue Methode musste her.

Die Lösung wurde in der KAS gefunden. Das Kürzel steht für „Kon­trollierte Ausgabestelle“. Dabei übernehmen private Dienstleister genau definierte und kontrollierte Arbeitsschritte aus dem Kfz-Zulassungs­prozess und dies als „Verwaltungs­helfer“.

Ist das rechtmäßig?

Ja, ist es, wie ein eigens vom Landesbetrieb Verkehr beauftragtes Gutachten der Fakultät für Rechtswissenschaften der Universität Hamburg bestätigt.

Als privater Dienstleister konnte ein starker Partner gewonnen werden: die Deutsche Post, mit der der LBV eine besondere Vereinbarung geschlossen hat. Für die Pilotphase des Projekts wurden vorläufig vier Partnerfilialen im Hamburger Stadtgebiet ausgewählt. Diese dürfen sich nun KAS – Kontrollierte Ausgabestelle – nennen.

Damit alles von Anfang an reibungslos funktioniert, wurden die Filialmitarbeiter ausführlich als Verwaltungshelfer geschult, der Prozess in der unterstützenden Software angelegt und ein paar Anpassungsarbeiten im LBV-Ablauf vorgenommen. Wichtig ist, dass die KAS-Mitarbeiter sich genau an die vorgegeben Arbeitsschritte halten, sie handeln dann im Namen des LBV und geben auch in dessen Namen die Zulassungs-Unterlagen aus.

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Es ist einfacher einen Termin in Rom beim Papst zu bekommen , als in der verkrusteten Bürokratie...  lesen
posted am 12.04.2015 um 09:22 von Unregistriert


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