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Karlsruhe auf erstem Platz im eGovernment Hamburg erneut an der Spitze der smartesten Städte

| Autor: Julia Mutzbauer

Hamburg hat den Titel als smarteste Stadt Deutschlands verteidigt. Karlsruhe fällt in der Gesamtbewertung vom zweiten auf den fünften Platz, ist dafür aber Spitzenreiter im eGovernment.

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Smart City Index 2020: Hamburg ist wieder Spitzenreiter
Smart City Index 2020: Hamburg ist wieder Spitzenreiter
(© JFL Photography – stock.adobe.com)

Hamburg steht auch in diesem Jahr an der Spitze des Smart City Index, den der Digitalverband Bitkom für alle 81 deutschen Großstädte neu erhoben hat. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Vorsprung der Hansestadt zu den anderen Städten jeodoch geschmolzen. Die Top 10 in diesem Jahr sind:

  • 1. Hamburg,
  • 2. München,
  • 3. Köln,
  • 4. Darmstadt,
  • 5. Karlsruhe,
  • 6. Stuttgart,
  • 7. Berlin,
  • 8. Osnabrück,
  • 9. Achen und
  • 10. Heidelberg

Grundlage des Rankings war der Status quo bei den Themen:

  • Verwaltung,
  • IT und Kommunikation,
  • Energie und Umwelt,
  • Mobilität und
  • Gesellschaft.

Auch in diesem Jahr haben die Städte nicht in allen Themenbereichen gleich gut abgeschnitten. Der Spitzenreiter Hamburg ist in den Bereichen „Mobilität“ und „Gesellschaft“ topp. Köln liegt erneut bei „IT und Kommunikation“ vorn, Heidelberg bei „Energie und Umwelt“.

Gewinner im eGovernment

Karlsruhe liegt zwar mit Platz fünf im Gegensatz zum Vorjahr nicht mehr direkt hinter der Spitze, ist aber im Bereich „Verwaltung“ auf der Top-Position. Denn die Stadt bietet ihren Bürgern zahlreiche Online-Services: Eine Online-Terminvergabe, Online-Dienstleistungen wie beispielsweise die Ausstellung einer Meldebescheinigung und einen Mängelmelder sowie zahlreiche Services in Social-Media-Kanälen. Zudem steht dort bereits eine City-App zur Verfügung, die zu einer Multifunktions-App ausgeweitet werden soll.

Überraschungen

„Osnabrück ist einer der Gewinner in diesem Jahr“, betont Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Die Niedersächsische Stadt klettert um 23 Plätze in die Top Ten. „Osnarbrück probiert vieles aus. Die Stadt hat eine ganze Reihe an Projekten laufen“, begründet Rohleder.

Für eine weitere Überraschung sorgt Darmstadt. Die Gewinnerin des Wettbewerbs „Digitale Stadt“ steigt mit Rang 4 in diesem Jahr um sechs Plätze auf.

Mit Abstand größter Aufsteiger ist Lübeck. Die Hansestadt macht im Vergleich zum Vorjahr 29 Plätze gut und klettert auf Gesamtrang 38. Recklinghausen macht einen Sprung um 25 Ränge nach vorn ins hintere Mittelfeld auf Platz 51. Neben Top-10-Aufsteiger Osnabrück kann auch Gelsenkirchen 23 Plätze zulegen. Mainz und Fürth machen jeweils 22 Positionen gut. Die Absteiger des Jahres sind Moers (76. Rang /-28 Plätze), Erfurt (60. Rang /-30 Plätze) und Hamm (74. Rang /-32 Plätze)

„Die starken Verschiebungen erklären sich auch dadurch, dass keine Stadt untätig geblieben und das Niveau im Durchschnitt angestiegen ist. So ist es möglich, Digitalprojekte voranzutreiben und trotzdem ein paar Plätze zu verlieren, weil andere noch mehr getan haben“, so Rohleder.

Weniger überraschend ist, dass wie auch schon im vergangen Jahr Städte in Baden-Württemberg überdurchschnittlich abschneiden, während in Nordrhein-Westfalen die Ergebnisse erneut schlechter ausfallen. Am Ende der Gesamtwertung rangieren Siegen sowie erneut Bergisch Gladbach und Salzgitter.

Ost und West

Im Gesamtranking gibt es laut Rohleder keine Unterschiede zwischen den Städten in Ost- und Westdeutschland: „Zwar verfügen ostdeutsche Städte im Durchschnitt über eine schwächere digitale Infrastruktur, können das aber in der Gesamtwertung durch bessere Ergebnisse in gesellschaftlichen Aktivitäten ausgleichen – siehe Leipzig, das sich in dieser Kategorie nur Hamburg geschlagen geben muss.“ Leipzig löst 2020 Dresden als smarteste Großstadt im Osten Deutschlands ab.

Rohleder erklärt weiter: „Dass unter den Top 20 lediglich zwei ostdeutsche Städte vertreten sind, liegt vor allem daran, dass es im Osten allgemein weniger Großstädte gibt. Cottbus wurde im Vergleich zu 2019 diesmal nicht bewertet, weil die Stadt in diesem Jahr unter die 100.000-Einwohner-Grenze gefallen ist“.

Die Ergebnisse im Überblick:

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 Julia Mutzbauer

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Redaktion, eGovernment Computing