Sicherheitslecks bei eGovernment

Hacker verschaffen sich erneut gewaltsam Zutritt zu öffentlichen Einrichtungen

| Redakteur: Susanne Ehneß

Hacker haben im Herbst bereits einige Türen zu öffentlichen Einrichtungen geöffnet
Hacker haben im Herbst bereits einige Türen zu öffentlichen Einrichtungen geöffnet (Bild: © ThorstenSchmitt - Fotolia)

Im September und Oktober gab es zahlreiche gelungene Cyberattacken auf Behörden und Ministerien. Auffällig ist, dass die Angriffe zunehmend politisch motiviert sind. So hat beispielsweise der NSA-Abhörskandal einige „Hacktivisten“ auf den Plan gerufen.

Hacker stören und zerstören gerne, haben aber oft auch ein großes Sendungsbewusstsein. Wie der IT-Sicherheitsanbieter QGroup berichtet, wurden im September und Oktober erneut zahleiche politisch motivierte Attacken registriert. So hat ein brasilianischer Hacker mehrere Websites der NASA offline gestellt und folgende unmissverständliche Nachricht hinterlassen: „Stop spy on us! The brazilian population do not support your attitude! The Illuminati are now visibly acting!“

Hacker-Angriffe auf Behörden und Ministerien

Auch das chilenische Landwirtschaftsministerium wurde angegriffen. Die Nachricht, die die Hacker hier hinterließen, war allerdings weniger politisch motiviert: Sie ersetzten den Inhalt der Webseite durch pornographisches Material.

Inhalte gelöscht

Die „Syrian Electronic Army“ hackte den Twitter-Account und die offizielle Seite des US-amerikanischen Online-Nachrichtendienstes Global Post und löschte die Inhalte.

Hacktivisten von „Anonymous Chile“ attackierten die Websites der Regierungen von Honduras, Brasilien, Ecuador und Venezuela mittels DDoS-Attacken. Die Seiten waren daraufhin down. Kurz darauf wurde auch die Website der Vereinten Nationen in Honduras geknackt und entstellt.

Eine weitere DDoS-Attacke gelang Hackern auf die schwedische Staatsbahn. Die Website inklusive Online-Ticket-Service war daraufhin mehrere Tage down.

Lahmgelegt wurde auch die Seite der Piratenpartei. Eine DDoS-Attacke leistete hier ganze Arbeit bei den auf Transparenz bedachten Piraten.

Passwörter geklaut

Massiv persönliche Daten abgegriffen haben Hacker in Lettland. Hier wurden über 3.000 Nutzerkonten der Arbeitsagentur ausgespäht, inklusive Namen, Passwörtern und eMail-Adressen.

Eine Übersicht über die schlimmsten Hackerangriffe auf öffentliche Einrichtungen seit 2011 finden Sie in unserer Bildergalerie Wenn Sie die von der QGroup liebevoll gestalteten „Todesanzeigen“ gerne in gedruckter Form haben wollen, können Sie diese als Broschüre kostenlos bestellen.

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