Wie das Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern die Landesverwaltung vernetzt

Gut gerüstet für eGovernment

04.11.2009 | Redakteur: Gerald Viola

Das Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg Vorpommern ist der zentrale IT-Dienstleister für die Verwaltung in Mecklenburg-Vorpommern
Das Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg Vorpommern ist der zentrale IT-Dienstleister für die Verwaltung in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern dient das Verwaltungsnetz des Landes als gemeinsame Plattform für Daten-, Sprach- und Video-Kommunikation. Telefonanlagen sind dort ein Auslaufmodell. Immer mehr Landesämter und Behörden beziehen stattdessen Cisco-Unified-Communications-Funktionen als flexible Dienstleistung zu einem monatlichen Festpreis. Die Arbeitsprozesse verbessern sich deutlich; die Verwaltung wird insgesamt produktiver. Zudem lässt sich das einheitliche Netzwerk effizienter als früher administrieren. Insgesamt spart das Land künftig Millionenbeträge.

Der IT-Partner des Landes, die DVZ Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern GmbH (DVZ), modernisiert unterdessen die landesweite Infrastruktur mit Cisco-Routern ASR 1000. Das Netzwerk soll noch leistungsfähiger und flexibler werden, um Verwaltungseffizienz und eGovernment weiter voranzubringen. Die Cisco-Produkte werden nicht zuletzt deshalb eingesetzt, weil Netzinvestitionen des DVZ damit auf Jahre hinaus gesichert sind.

Die Geschichte des Verwaltungsnetzwerks in Mecklenburg-Vorpommern reicht fast 20 Jahre zurück. Erste Konzepte lagen bereits Anfang der 90er-Jahre vor, kurz nach dem Beitritt des Landes zum Geltungsbereich des Grundgesetzes. Das nordöstliche Flächenland hatte sich seinerzeit für eine geografisch verteilte Verwaltungsstruktur entschieden: Schwerin wurde Regierungssitz, diverse Dienststellen und Landesämter dagegen kamen nach Rostock, Greifswald, Wismar oder Neubrandenburg.

„Früher als anderswo zeigte sich bei uns die Notwendigkeit, das gesamte Landesgebiet weiträumig zu vernetzen“, erklärt Matthias Fuchs, Abteilungsleiter für Lösungsentwicklung im DVZ.

1992 fiel der Startschuss für den Urahn des heutigen Verwaltungsnetzwerks. Dem Stand der Technik entsprechend handelte es sich zunächst um ein reines Datennetz. Technologische Basis war das damals verbreitete Netzwerkprotokoll X.25, das heute kaum mehr eine Rolle spielt. Später folgten andere Übertragungstechniken wie Frame Relay und ATM (Asynchronous Transfer Mode).

1998 gelang es erstmals, auch Sprachsignale über Datenleitungen zu schicken – Voice over Frame Relay sozusagen. „Der Konvergenzgedanke faszinierte uns von Anfang an“, so Matthias Fuchs weiter. „Uns trieb die Vision eines einheitlichen Multiservice-Netzwerks, das als gemeinsame Plattform für sämtliche IT-Verfahren und Kommunikationsanwendungen alle Verwaltungsstellen des Landes sicher und zuverlässig miteinander verbindet.“

Verbesserte Erreichbarkeit, Millionen-Einsparungen

Wirklichkeit wurde diese Vision mit der Einführung von Cisco Unified Communications im Jahr 2007. „Unified Communications basiert auf Voice-over-IP und integriert darüber hinaus unterschiedliche Kommunikationskanäle und -medien in eine gemeinsame Arbeitsumgebung“, erläutert John Mühlbach, Projektleiter im DVZ. Die einheitliche Benutzerschnittstelle bündelt mobile und schnurgebundene Telefonie, Videokonferenzen, Voice- und eMail sowie Fax und bietet zudem Präsenzfunktionen wie „online“, „offline“, „im Meeting“ oder „nicht stören“. „Die Erreichbarkeit der Mitarbeiter verbessert sich beträchtlich. Kein Besetztzeichen mehr und keine verlorene Zeit durch erfolglose Kontaktversuche. Die Zusammenarbeit wird effektiver, die Produktivität steigt, Verwaltungsentscheidungen beschleunigen sich“, fasst Projektleiter Mühlbach die greifbaren Vorteile für Anwender zusammen.

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