IVAM Produktmarkt

Großer Auftritt kleiner Lösungen auf der Compamed

| Redakteur: Peter Reinhardt

Zentraler Anlaufpunkt für Mikro- und Nanotechnologien auf der Compamed: der IVAM-Produktmarkt „Hightech for Medical Devices“ mit über 50 Ausstellern in Halle 8b. Begleitet wird der Gemeinschaftsstand wie in den vergangenen Jahren vom „Compamed Hightech Forum by IVAM“.
Zentraler Anlaufpunkt für Mikro- und Nanotechnologien auf der Compamed: der IVAM-Produktmarkt „Hightech for Medical Devices“ mit über 50 Ausstellern in Halle 8b. Begleitet wird der Gemeinschaftsstand wie in den vergangenen Jahren vom „Compamed Hightech Forum by IVAM“. (Bild: IVAM)

Auf der Compamed 2017 gibt es auf dem Produktmarkt und Fachforum des IVAM Fachverbands für Mikrotechnik wieder zahlreiche Highlights aus dem Bereich der Mikro- und Nanotechnologien zu sehen. Das Motto: Hightech for Medical Devices.

Produkte und Technologien zur Miniaturisierung von Medizintechnik werden rasant zunehmend nachgefragt. So erfordern beispielsweise Geräte für die mobile Diagnostik und Therapie zuverlässige Hightech-Lösungen kleinster Bauart. Zu sehen gibt es diese auf dem vom IVAM Fachverband für Mikrotechnik organisierten Produktmarkt „Hightech for Medical Devices“.

Mit 53 Ausstellern internationaler Herkunft und 700 m² Fläche ist er der größte Gemeinschaftsstand auf der Compamed 2017. Die Aussteller kommen aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich, den USA, den Niederlanden, Österreich, Großbritannien, Griechenland und Spanien.

Highlights und Neuheiten im Bereich Sensorik

Zu den Highlights und Neuheiten der Ausstellungsfläche im Bereich der Sensorik für Monitoringanwendungen zählt zum Beispiel ein manschettenloses Messverfahren zur kontinuierlichen Kontrolle des Blutdrucks. Es wurde entwickelt vom CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik GmbH. Großes Besucherinteresse ist auch an den Einweg-Flusssensoren für die proximale Messung in der Beatmung und Anästhesie zu erwarten, die von Sensirion präsentiert werden. Auch autarke Kraftsensorschuheinlagen für die akustische Ganganalyse sowie hybride Elektroniksysteme für körpernahes Bewegungsmonitoring lassen auf rege Gespräche mit den Messebesuchern hoffen. Sie werden präsentiert vom Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT.

Intelligente Medizinprodukte der Zukunft werden darüber hinaus sowohl am Stand des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM auf dem IVAM-Produktmarkt als auch in der speziellen Session „Medizinprodukte 2020 – Überall intelligent“ auf dem messebegleitenden Forum in Halle 8a thematisiert. Die Vorträge finden am Dienstag, dem 14. November statt.

3D-gedruckte Knochensubstanz

Individuell angepasste Implantate, die vollständig in den Körper integriert und langfristig durch eigene Knochensubstanz ersetzt werden, dies wird möglich durch eine keramische Material- und Verfahrenskombination, die von einem weiteren Fraunhofer-Institut auf der Compamed vorgestellt wird, dem Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS. Dabei kommt die patientenspezifische, feste äußere Hülle des Knochens aus dem Drucker. Die schwammartige innere Knochenstruktur wird durch einen keramischen Schaum nachgebildet, der nachweislich das Zellwachstum unterstützt und zudem druckfest und bioaktiv ist.

Derweil zeigt der Mitaussteller Cortec Technologien für die nächste Generation aktiver Implantate, wie sie zum Beispiel in der Neuroprothetik Verwendung finden, um mit innovativen Lösungen hocheffiziente personalisierte Therapien zu ermöglichen. Basierend auf seinen flexiblen Technologien bietet das Unternehmen individualisierte Komponenten für aktive Implantate wie Elektroden und hermetische Kapselungen.

Das Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS stellt das Projekt Sens-o-Spheres vor, in dem ein System zum drahtlosen, induktiven Laden von 8 mm großen Sphären für Bioreaktoren entwickelt wurde.

Zu den weiteren Produkthighlights zählen außerdem ein neuartiges Injektionsgerät für intradermale Verabreichungen von Medikamenten, entwickelt von Hahn-Schickard, und eine hochpräzise 3D-Druckplattform mit Software für die additive und subtraktive Fertigung willkürlich geformter Strukturen, hergestellt von Multiphoton Optics.

Lösungen für die Analysetechnik

Und auch Lösungen für den Einsatz in der Analysetechnik gibt es auf dem IVAM-Produktmarkt zu sehen, zum Beispiel für die Probenaufbereitung zur Bestimmung von Krankheitserregern oder Blutparametern. HNP präsentiert entsprechende Pumpen, die kleinste Flüssigkeitsmengen äußerst präzise dosieren. Fünf Baureihen ermöglichen Dosiervolumina ab 0,25 µl und Volumenströme von 1 µl/h bis 1.152 ml/min. Die Pumpen zeichnen sich darüber hinaus durch ihr geringes Gewicht, geringe Pulsation, scherarme Förderung und lange Standzeiten aus.

IVAM Produktmarkt auf der Compamed 2017: Halle 8a / F19-H29

Messerundgang Medica/Compamed:

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei Devicemed.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45005341 / Medizintechnik)