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Behörden tun sich mit technischen Innovationen schwer Große Chancen, zaghafte Umsetzung

| Autor / Redakteur: Björn Lorenz / Manfred Klein

Der Bauantrag per Internet oder am Wochenende das Auto ummelden – eGovernment beschert Bürgern mehr Komfort und der Verwaltung kostengünstige Prozesse. Dennoch kommen viele Projekte nur schleppend voran. Schuld daran sind nicht nur langwierige Entscheidungswege, sondern auch öffentliche Kommunikationsdefizite. Mit der Initiative „Chancenrepublik Deutschland“ stellt Microsoft das enorme Potenzial moderner Technologien in den Fokus.

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Bürgermeister Arne Pautsch arbeitet beim eGovernment erfolgreich mit den Nachbargemeinden zusammen
Bürgermeister Arne Pautsch arbeitet beim eGovernment erfolgreich mit den Nachbargemeinden zusammen
( Archiv: Vogel Business Media )

Wann immer neue Technologien effizienteres Arbeiten erlauben, nutzen Unternehmen die Chance, ihre Prozesse zu optimieren. Dokumentenportale oder elektronische Beschaffung stehen synonym für Lösungen, die Kosten senken, Mitarbeiter entlasten und Transparenz schaffen. Anforderungen, die in ähnlicher Form auch aus der Verwaltung kommen.

Doch im Gegensatz zur Wirtschaft tun sich Behörden mit technischen Innovationen schwer. „Unternehmen reagieren, wenn neue Technologien wirtschaftliche Vorteile versprechen.

In der Verwaltung zählen hingegen Gesetze, Verordnungen und der politische Wille“, erklärt Walter Seemayer, Geschäftsführer der eGov Consulting and Development GmbH. Vor allem bei letzterem hapert es mitunter. „Viele politischen Entscheider wissen zu wenig über den praktischen Nutzwert und die langfristigen Vorteile von eGovernment. Allzu häufig beschränkt sich die Diskussion auf kurzfristige Investitionskosten und potenzielle Gefahren, etwa im Hinblick auf den Datenschutz“, findet Ralph Haupter, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. Diese zögerliche Haltung blockiert Innovationen und führt langfristig dazu, dass bedeutende Wachstumspotenziale verschenkt werden.

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