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Netzbasierter Schulterschluss von Regierungen, NGOs und Bürgern Grenzüberschreitendes eGovernment wird Bestandteil der Politik

| Redakteur: Manfred Klein

Die Deloitte-Studie zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit verspricht Politik und Verwaltung nicht nur maximale Wirkung bei minimalem Aufwand sowie ein größeres Innovationstempo und eine optimierte Projektperformance.

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Grenzüberschreitende Zusammenarbeit – der Schlüssel zum Erfolg
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit – der Schlüssel zum Erfolg
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Autoren des Reports “XBC – Creating Public Value by Unleashing the Power of Cross-Boundary Collaboration”, wobei das Kürzel XBC für Cross Border Collaboration steht, gehen sogar davon aus, dass sich in Zeiten steigender Ansprüche an Regierungen bei gleichzeitig knappen Kassen die Frage, ob eine Aufgabe besser von einem öffentlichen oder privaten Träger erledigt wird, gar nicht mehr stellt.

Entscheidend werde in Zukunft nur noch sein, wie und in welcher Form die zur Erbringung einer öffentlichen Leistung nötigen Teilnehmer eingebunden werden. „XBC wird in den nächsten Jahren geradezu explosionsartig anwachsen und einen deutlichen Mehrwert bringen“, ergänzt Thomas Northoff, Partner und Leiter Public Sector von Deloitte.

Vor allem die zunehmende digitale Vernetzung von Bürgern, Behörden und Unternehmen eröffnet dem Report zufolge der themen-, bereichs- und grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Institutionen und Verwaltungen neue Perspektiven. So können politische Entscheidungsträger etwa ihren Einfluss und ihre mediale Reichweite erhöhen, ohne ihr formale Zuständigkeit neu zu definieren zu müssen. Andererseits haben auch Initiativen, Non Government Organisations (NGOs) und andere Gruppierungen die Gelegenheit, XBC als Plattform zu nutzen, um öffentlichkeitsrelevante Themen anzusprechen.

„Ein gutes XBC-Beispiel ist das Erdbeben in Haiti im Januar 2010: Die Plattform der Hilfsorganisation Ushahidi konnte schnell ein internationales Netzwerk von Helfern rekrutieren. So erstellten Freiwillige von der US-amerikanischen Tufts University eine ‚Katastrophenkarte‘, indem sie sich von Erdbebenopfern per Mobilfunk und GPS die Lage vor Ort übermitteln ließen. Inzwischen wird Ushahidi verstärkt von den Vereinten Nationen eingesetzt“, erklärt Thomas Northoff.

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