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Gläubigerschutz | Chapter 11

| Redakteur: Andreas Donner

Gläubigerschutz kann in zweierlei Hinsicht verstanden werden. Erstens als Schutz für die Gläubiger zur Sicherung ihrer Forderungen gegenüber den Kreditnehmern. Das deutsche Recht mit

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Gläubigerschutz kann in zweierlei Hinsicht verstanden werden. Erstens als Schutz für die Gläubiger zur Sicherung ihrer Forderungen gegenüber den Kreditnehmern. Das deutsche Recht mit seinen Gläubigerschutzvorschriften bietet entsprechende Regelungen im Handelsrecht und im Strafgesetz. Prägend hierbei ist der Grundsatz der Vorsicht, der über das Realisations- und das Imparitätsprinzip die Schuldentilgung und -verzinsung sicherstellen soll. Die zweite Version des Gläubigerschutzes läuft genau andersherum: Sowohl das US-amerikanische Insolvenzrecht (Chapter 11) als auch das Kanadische Pendant, der Companies Creditors Arrangement Act (CCAA), verstehen unter Gläubigerschutz den Schutz vor den Forderungen der Gläubiger. Der eigentliche Sinn von Chapter 11 ist jedoch, die Arbeitsplätze eines in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Unternehmens zu erhalten. In der Abwicklung werden dazu zwar einige Schulden gestrichen, das Unternehmen geht aber in das Eigentum der Gläubiger über, um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten und so letztlich auch die Forderungen der Gläubiger so gut als möglich noch realisieren zu können.

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