Initiative von Bitkom und SITiG

Gibt es bald eine „Bundesagentur für digitalisierte Medizin“?

| Autor: Susanne Ehneß

Bitkom und SITiG fordern eine Strategie auf Bundesebene, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen anzutreiben
Bitkom und SITiG fordern eine Strategie auf Bundesebene, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen anzutreiben (© Elnur - stock.adobe.com)

Der IT-Branchenverband Bitkom und der Spitzenverband IT-Standards im Gesundheitswesen (SITiG) fordern eine eHealth-Bundesagentur.

Mit dem eHealth-Gesetz wurde ein wichtiger Grundstein für digitale Anwendungen im Gesundheitswesen gelegt. Doch dem IT-Branchenverband Bitkom und dem Spitzenverband IT-Standards im Gesundheitswesen (SITiG) genügt das nicht, sie fordern eine „Gesamtstrategie, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen nach vorne zu bringen“. Ziel sei, Rahmenbedingungen für elektronische Patientenakten und eHealth-Anwendungen zu schaffen.

Inhalte

Bitkom und SITiG haben die ihnen wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Bestehende Verfahren zur Schaffung von Rahmenbedingungen im Hinblick auf Interoperabilität und Datensicherheit sind nicht ausreichend.
  • Die Bundesagentur schafft Rahmenbedingungen für technische und semantische Interoperabilität und zur Umsetzung für Datenschutz- und Datensicherheitsvorgaben.
  • Auf Basis einer von der Bundesregierung noch vorzulegenden eHealth-Strategie arbeitet die Bundesagentur ressortübergreifend und bindet alle relevanten Akteure ein.
  • Durch eine zügige Umsetzung kann die Bundesagentur für digitalisierte Medizin zum Katalysator der Digitalisierung im Gesundheitswesen werden.

„Die Digitalisierung der medizinischen Forschung und Versorgung muss beschleunigt werden. Die bestehenden Verfahren sind nicht ausreichend, etwa um Rahmenbedingungen für Interoperabilität und Datensicherheit zu schaffen“, kommentiert Bitkom-Präsident Achim Berg. „Eine Bundesagentur für digitalisierte Medizin kann Rahmenbedingungen für technische und semantische Interoperabilität und zur Umsetzung von Datenschutz- und Datensicherheitsvorgaben schaffen.“

„Durch eine zügige Umsetzung kann die Bundesagentur für digitalisierte Medizin zum Katalysator der Digitalisierung im Gesundheitswesen werden“, fügt die SITiG-Vorsitzende Prof. Dr. Sylvia Thun hinzu. Nur so habe Deutschland eine Chance, zu seinen europäischen Nachbarländern und anderen Vorreiternationen aufzuschließen, die Zukunft der Gesundheitsversorgung und der medizinischen Forschung in Europa aktiv mitzugestalten und zum Technologie- und Forschungsstandort Nummer eins zu werden. „Im Interesse des Fortschritts einer notwendigen Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen bieten die Unterzeichner ihre Unterstützung für die Umsetzung an“, so Thun.

Link

Die Forderung von Bitkom und SITiG finden Sie als PDF HIER.

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