Hacker-Angriffe auf Behörden und Ministerien

Gewalt in der Ukraine motiviert Hacktivisten

| Redakteur: Susanne Ehneß

Die Gewalt in der Ukraine führte auch zu vermehrter Cyberkriminalität
Die Gewalt in der Ukraine führte auch zu vermehrter Cyberkriminalität (Bild: arsdigital - Fotolia.com)

Politisch motivierte Cyberkriminalität ist auf dem Vormarsch. Im Zuge der eskalierenden politischen Situation in der Ukraine drangen Hacker im März erfolgreich in Behörden und Ministerien ein, um ihren politischen Standpunkt zu verdeutlichen und maximale Aufmerksamkeit zu erhalten.

Die Hacking-Highlights des IT-Security-Anbieters QGroup für den Monat März sprechen eine deutliche Sprache: Politisch motivierte Hacker-Angriffe nehmen weiter zu. Aktueller Anlass ist die Krise in der Ukraine.

Hacker-Angriffe auf Behörden und Ministerien

Russische Unternehmen, der staatliche Fernsehsender, aber auch das ukrainische TK-System und Regierungsinstitutionen waren vermehrt Angriffen ausgesetzt.

So hat eine Gruppe pro-russischer Aktivisten namens „Cyber Berkut“ die Verantwortung für eine DDoS-Attacke auf Nato-Webseiten übernommen. Der Grund sei die Diskussion um militärische Einsätze auf der Halbinsel Krim.

Mitglieder der Gruppe „Anonymous Polen“ hackten sich in die polnische Regierungswebseite, um dort die Warnung zu verkünden, Polen könne es politisch so ergehen wie der Ukraine. In Folge der Angriffe waren die Seiten entstellt.

Ein Opfer wurde auch der russische, staatliche Fernsehsender Russia Today. Die Wörter „russisch“ und

„Russland“ auf der Internetseite wurden durch „Nazis“ und „Nazi“ ersetzt.

Ebenfalls gehackt wurden die offizielle Homepage des russischen Präsidenten sowie die Seite der russischen Staatsbank. Eine DDoS-Attacke setzte die Seiten offline.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wurde außerdem das ukrainische Telekommunikationssystem angegriffen. Dies geschah durch Equipment, das in russisch kontrollierten Gebieten installiert wurde. Ziel des Angriffs war es, die Mobiltelefone ukrainischer Parlamentsmitglieder abzuhören. Entsprechende Daten konnten die Hacker abgreifen.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42669063 / System & Services)