bvitg-Branchenbericht 2016

Gesundheitswesen ohne IT ist nicht mehr vorstellbar

| Autor: Manfred Klein

Standards und Interoperabilität sind ein Problem – wie im eGovernment

Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse leitet Ekkehard Mittelstaedt, Geschäftsführer des bvitg, folgende Handlungsanweisung ab: „Innovationen erklären, Potenziale aufzeigen und im konkreten Fall dann ausgiebig beraten.“

Diese Vorgehensweise lässt sich auch auf die Steigerung der Akzeptanz von neuen IT-Themen gut übertragen. Denn: Während die meisten Befragten IT-Sicherheit und Interoperabilität als wichtige Themen von heute und morgen betrachten und in Zukunft das größte Potenzial in der Vernetzung des Gesundheitswesens sehen, besteht bei den Themen Big Data und Cloud Computing immer noch gewisse Zurückhaltung. Deshalb heißt es auch hier für die Hersteller: Mehrwerte aufzeigen und durch Aufklärung Berührungsängste bei bestimmten Themen minimieren.

Die Verfasser werten das als Indiz dafür, dass grundsätzlich bei den Ärzten und Krankenhaus-IT-Vertretern eine hohe Sensibilität für die Themen rund um Datenschutz und -sicherheit besteht. Allerdings sei dies vor dem Hintergrund des Gesetzes zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme, welches im Juli 2015 in Kraft getreten ist, nicht überraschend.

So einig sich die beiden befragten Gruppen bei IT-Sicherheit sind, so unterschiedlich bewerten sie Standards, Schnittstellen und Integration in ihrer Bedeutung. Demnach sehen Vertreter aus dem klinischen Sektor Interoperabilität als deutlich wichtiger an. Eine große Differenz in der Bewertung zeigt sich aber insbesondere bei dem Thema Telemedizin.

Während die Krankenhaus-Vertreter dem Thema mit 74 Prozent eine hohe Bedeutung beimessen, bewerten die niedergelassenen Ärzte mit 26 Prozent den Aspekt eher gering. In Zukunft jedoch glauben 64 Prozent der niedergelassenen Ärzte, dass Telemedizin an Bedeutung gewinnen wird. Im Vergleich zu einer im Jahre 2012 durch den bvitg durchgeführten Studie unter Anwendern hat das Thema Telemedizin sogar signifikant an Bedeutung gewonnen.

Ein interessantes Ergebnis zeigt sich auf die Frage nach umweltfreundlicheren Produkten, der „Green-IT“. So sehen darin die niedergelassen Ärzte mit 74 Prozent künftig einen größeren Nutzen – ein Anstoß für die Hersteller, dies in der Produktentwicklung mit zu berücksichtigen.

Den vollständigen „Branchenbericht 2016: Aktueller Stellenwert und Perspektiven der Gesundheits-IT“ online finden Sie hier. Die gedruckte Fassung wird in diesem Jahr auf dem bvitg-Stand der conhIT 2016 ausgelegt.

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