Chancen für Startups

Gesundheitsbranche verändert Marktprozesse

| Autor: Ira Zahorsky

Die Digitalisierung in der Gesundheitsbranche bewirkt eine Neuordnung der Marktspieler
Die Digitalisierung in der Gesundheitsbranche bewirkt eine Neuordnung der Marktspieler (Bild: Pixabay)

Beim „Digital Health Europe Summit“ trafen sich rund 150 Vertreter traditioneller Gesundheitsunternehmen, Startups, Experten sowie Politiker und diskutierten in Workshops Erwartungen und Herausforderungen, die sich durch die digitale Transformation für die Branche ergeben.

Der „Digital Health Europe Summit 2016 – Innovation Cultures“ wurde in Berlin von Startupbootcamp Digital Health und der Unternehmensberatung Roland Berger veranstaltet. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Bedeutung von „Digital Health“ zunimmt.

Digitale Werkzeuge und Interaktionen verändern den gesamten Ablauf, von der Diagnose bis zur Therapie, was die Branche stark verändern wird. Auch „die Mitbestimmung und Autonomie des Patienten in der Behandlungsentscheidung werden deutlich zunehmen“, sagt Juliane Zielonka, Managing Director bei Startupbootcamp. „Damit entstehen neue Behandlungspfade, und die bisherigen Beziehungen zwischen Patient und Arzt oder Krankenversicherung sowie zwischen Arzt oder Apotheke und Pharmaindustrie verändern sich aufgrund der digitalen Transformation.“

Chance für neue Mitspieler

„Das bietet einerseits neuen Marktteilnehmern die Chance, sich mit ihren Angeboten zu positionieren und bedroht andererseits die Position der bisherigen Spieler“, sagt Thilo Kaltenbach, Partner von Roland Berger und Experte für die Gesundheitsbranche. Vor allem Unternehmen, die mit Big Data arbeiten, werden aufgrund der zunehmenden Menge an gesundheitsbezogenen Daten gefragt sein.

Die Unternehmensberater gehen davon aus, dass das weltweite Marktvolumen digitaler Anbieter in der Pharmaindustrie bis 2020 bei mehr als 200 Milliarden Euro Umsatz liegen wird. Dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von mehr als 20 Prozent. Um ein Stück vom Kuchen abzubekommen, werden nach Ansicht des Roland-Berger-Experten strategische Kooperationen zwischen etablierten Marktteilnehmern sowie zwischen diesen und Startups immer wichtiger.

Zudem müssen die etablierten Marktteilnehmer Lösungen finden, ihre geschlossenen Unternehmensstrukturen und -prozesse für Innovationen zu öffnen.

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