Suchen

Interview

Gesucht: relevante eGovernment-Dienste

Seite: 4/5

Firmen zum Thema

IDC hat auch den Bereich Shared Service untersucht. Welche Ergebnisse sind auf deutsche Verhältnisse übertragbar?

Duffy: Shared Services sind ein zunehmend wichtiges Mittel für staatliche Einrichtungen, nahtlose, standardisierte und kostengünstige Dienstleistungen sowohl für interne Kunden (etwa Abteilungen, die organisationsweite, gemeinsame Dienste benötigen) als auch für Bürger anzubieten, die moderne Dienstleistungen erwarten. Insbesondere Zentralregierungen sind sehr an Shared Services interessiert. Wie eine kürzlich durchgeführte kanadische Studie (IDC #CA3G3V8) zeigt, weist fast die Hälfte der befragten Beamten Shared Services eine Top-Priorität innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate zu. Regierungen favorisieren Shared Services, weil so Skaleneffekte erzielt werden sollen sowie die Abstimmung und die Einrichtung von spezialisierten Kompetenzzentren ermöglicht werden.

Allerdings ist die Einführung nicht immer ganz risikolos. Vor allem die Qualitätskontrolle und das Change Management machen immer wieder Probleme. Laut unserer Studie wird vor allem das Change Management immer wieder unterschätzt und nicht ausreichend berücksichtigt.

Für eine erfolgreiche Implementierung von Shared Services müssen Endanwender und Anbieter verstehen, wie sich Veränderungen auf Menschen, Prozesse und Technologien auswirken. Eine bereichsübergreifende Koordinierung von IT-Prozessen, die mit der Geschäftsseite abgestimmt werden, erfordert darüber hinaus durchgängige Best Practices und Tools. Es müssen entsprechende Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit der Wandel in den IT- und Prozessstrukturen organisationsübergreifend und im Zeitablauf gemanagt werden kann.

Nächste Seite: Die Probleme der Verwaltungen gleichen sich – auch im internationalen Vergleich

(ID:2040826)