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Interview Gesucht: relevante eGovernment-Dienste

| Redakteur: Manfred Klein

Die Wirtschaftskrise zwingt Regierung und Verwaltung auch bei eGovernment zu neuen Lösungsansätzen.

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Jan Duffy sieht bei eGovernment einen Nachholbedarf der Öffentlichen Verwaltungen
Jan Duffy sieht bei eGovernment einen Nachholbedarf der Öffentlichen Verwaltungen
( Archiv: Vogel Business Media )

eGovernment Computing sprach darüber mit Jan Duffy, IDC Research Director Government und Health.

Frau Duffy, mit welchen Herausforderungen sind Ver-waltungen und Regierungseinrichtungen heute im Bereich eGovernment konfrontiert?

Duffy: Die größte Herausforderung ist zweifellos der Zwang, ein nachhaltiges Angebot qualitativ hochwertiger Dienstleistungen angesichts einer stark rückläufigen Wirtschaft anbieten zu müssen – dies trifft nicht nur auf Europa, sondern auch auf andere Länder der Welt zu. Zur finanziellen Herausforderung kommt erschwerend hinzu, dass Prioritäten gesetzt werden müssen, dahingehend, in welche Projekte das verfügbare Budget investiert werden soll. Wo sollen also Bund und Länder investieren? Meistens wird in die Infrastruktur investiert, und heutzutage bedeutet dies weitaus mehr als nur Straßen- und Brückenbau, sondern schließt auch den Ausbau des elektronischen Netzes mit ein. Wenn hier die Verbesserungen ausbleiben, behindert dies letztlich den weiteren technologischen Fortschritt in Europa. Aber Investitionen sind nicht nur eine europaweite Entscheidung. Deutschland zum Beispiel ist eine Hochlohnwirtschaft mit nur wenig natürlichen Ressourcen, die traditionell stark in Ausbildung und soziale Programme investiert hat. Soziale Programme verbrauchen einen immer höheren Anteil des Haushaltsetats, die Steuereinnahmen dürften weiter sinken und die Rückzahlung der Schulden, die im Zuge der Wirtschaftsförderung gemacht wurden, verlangt ihren Tribut.

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