eGovernment-Wettbewerb 2021 Gesucht: Die besten eGovernment-Macher

Redakteur: Manfred Klein

Auch durch Corona lässt sich der eGovernment-Wettbewerb nicht stoppen. Ganz im Gegenteil, zeigen die Folgen der Pandemie doch deutlich, dass die Dynamik der Digitalisierung in der Öffentlichen Verwaltung weiter zunehmen muss.

Firmen zum Thema

Trotz Corona konnte es im vergangenen Jahr eine Preisverleihung geben. Im September fand sich dafür auf dem Ministerialkongress von Bearingpoint ein Lockdown-freies Fenster.
Trotz Corona konnte es im vergangenen Jahr eine Preisverleihung geben. Im September fand sich dafür auf dem Ministerialkongress von Bearingpoint ein Lockdown-freies Fenster.
(© bearingpoint)

Auch der 20. eGovernment-Wettbewerb wird vom Beratungsunternehmen BearingPoint gemeinsam mit dem Technologieanbieter Cisco ausgeschrieben und würdigt Projekte, die in vorbildlicher Weise die Digitalisierung und Modernisierung der Verwaltung fördern und dabei den Nutzen für Bürgerinnen und Bürger in den Fokus rücken.

Jon Abele, Leiter Government and Public Sector bei BearingPoint, erklärte dazu: „Die Pandemie zeigt uns wie unter einem Brennglas, welche zentrale Bedeutung die Digitalisierung für unsere Gesellschaft hat und entfacht Feuer, wo die Defizite am größten sind. Als wir vor 20 Jahren den eGovernment-Wettbewerb zum ersten Mal ausgeschrieben haben, ging es vielfach noch um einfache Informationsdienstleistungen. Die Geschwindigkeit, in der technische Innovationen aufgegriffen wurden, war gering und der Nutzenaspekt noch wenig ausgeprägt.“

Heute seien die Dynamik im eGovernment und auch der Reifegrad deutlich höher als damals, so Abele, neue Technologien wie KI oder Blockchain würden schnell eingeführt. Die Digitalisierung werde große Teile der Öffentlichen Verwaltung revolutionieren. In vielen vorbildlichen Projekten würden bundesweit zahlreiche Digitalisierungsmaßnahmen umgesetzt, und das Ziel des eGovernment-Wettbewerbs sei es, diese Projekte sichtbar zu machen – und so auch neue Akteure zu innovativen Lösungen zu inspirieren.

Öffentliche Organisationen aus Bund, Ländern und Kommunen sowie Sozialversicherungsträger und Institutionen des Gesundheitswesens sind dazu aufgerufen, bis zum Bewerbungsschluss am 30. Juni 2021 ihre zukunftsfähigen, innovativen Konzepte und Projekte zur Verwaltungsmodernisierung einzureichen. Aus jeder Kategorie werden von einer unabhängigen, externen Expertengruppe drei Finalisten ermittelt. Diese erhalten die Möglichkeit, ihre Projekte Anfang September 2021 bei den Finalistentagen und anschließend auf der Webseite des Wettbewerbs zu präsentieren. Die Gewinner werden bei einer feierlichen Preisverleihung Ende September im Rahmen des Ministerialkongresses in Berlin prämiert.

Verwaltungsdienste können nur erfolgreich sein, wenn sie den Anforderungen der Nutzerinnen und Nutzer entsprechen. Aus diesem Grund legt auch der diesjährige Wettbewerb seinen Schwerpunkt auf Projekte, die eine hohe Nutzerorientierung aufweisen.

„Wir möchten die Projektträger ansprechen, die mit ihren digitalen Verwaltungslösungen neue Bürgerdienste möglich machen und Deutschland bei der Digitalisierung voranbringen. Wir sind schon sehr gespannt, welche innovativen Lösungen die Wettbewerbsteilnehmer 2021 vorstellen werden”, sagt Jonas Rahe, Mitglied der Geschäftsleitung bei Cisco Deutschland.

Die Preise werden in diesem Jahr in insgesamt sieben Kategorien verliehen. Neben der neuen Kategorie „Beitrag zur kurzfristigen Krisenbewältigung“, mit der der Wettbewerb positive Beispiele der aktuellen Entwicklung hervorheben will, sind dies die Kategorien „Bestes OZG- oder Registermodernisierungsprojekt“, „Bestes Projekt zum Einsatz innovativer Technologien und Infrastrukturen“, „Bestes Digitalisierungsprojekt in Bund, Ländern und Kommunen“, „Bestes Projekt zur agilen Transformation“ und die Kategorie „Bestes Kooperationsprojekt“ sowie der bekannte Publikumspreis. mk

(ID:47301062)