Zukunftsorientierte Verwaltung in Bremen

Gestaltungswille

| Autor: Manfred Klein

Die Zukunftsorientierte Verwaltung orientiert sich an Prozessen. eGovernment ist nur noch ein Aspekt unter vielen
Die Zukunftsorientierte Verwaltung orientiert sich an Prozessen. eGovernment ist nur noch ein Aspekt unter vielen (Bild: Freie Hansestadt Bremen)

Der Bremer Senat hat sein Programm „Zukunftsorientierte Verwaltung“ (ZOV) verabschiedet und zur Umsetzung auch noch gleich einen Masterplan mit auf den Weg gebracht. Das Vorhaben beschränkt sich nicht nur auf eGovernment, sondern versucht alle Facetten einer künftigen Verwaltungen abzudecken.

Das Programm verdankt seine Entstehung dem aktuellen Koalitionsvertrag aus dem Jahr 2015. In der Folge wurde unter Federführung des Bremer Senatspräsidenten Dr. Carsten Sieling und der Finanzsenatorin Karoline Linnert das nun vorliegende Programm erarbeitet und verabschiedet.

Ziele des Programms

Zur Zielsetzung heißt es in der Vorlage für die Senatssitzung: „Die Attraktivität des Landes Bremen hängt auch von einem leistungsfähigen öffentlichen Dienst ab. Seine Verwaltungen müssen dabei eine entsprechende Dienstleistungsqualität vor dem Hintergrund des aktuellen Konsolidierungskurses mit einem erheblich eingeschränkten Ressourcenrahmen bereitstellen.“

Und weiter: „Die zunehmende Digitalisierung, der demographische Wandel und Erwartungshaltungen in der Öffentlichkeit und die knappen Ressourcen werden zukünftige Entwicklungen bestimmen und den anhaltenden Veränderungsdruck auf den öffentlichen Dienst in Bremen verstärken. Die Modernisierung der Verwaltung ist daher eine zentrale Aufgabe des Senats unter Federführung des Präsidenten des Senats und der Finanzsenatorin in den kommenden Jahren.“

Und der in Bremen für eGovernment und Finanzen zuständige Staatsrat Hans-Henning Lühr, erklärte zur Zukunftsorientierten Verwaltung: „Wenn das die Lösung ist, will ich mein Problem zurück! – könnte man als aufgeklärter Bürokrat bei vielen zu kurz gesprungenen und praxisfernen Reformvorschlägen um Hilfe jammern. Wir in der Hansestadt Bremen wollen daher einen breit angelegten Entwicklungsprozess hin zu einer modernen Verwaltung, die den künftigen Herausforderungen nicht nur gewachsen ist, sondern das Gestaltungspotenzial für eine nachhaltige Entwicklung und die Kooperation mit Wirtschaft und Gesellschaft hat.“

Das gemeinsame Projekt mit der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer im Stadtstaat Bremen zur eVergabe und eRechnung sei daher ein Leuchtturm, so Lühr weiter. „In diesem Prozess setzen wir natürlich auch auf die Innovationskraft der Beschäftigten: Beteiligung ist mehr als ein Beipackzettel für bittere Medizin!“

Das nun vorgelegte Programm soll die Vorgängerprojekte fortführen und zugleich eigene Akzente setzen. Dazu definiert das Programm zur Verwaltungsmodernisierung insgesamt neun Entwicklungsfelder:

  • Integrierte Gesamtsteuerung
  • Personalpolitik und Arbeit 4.0
  • Digitale Verwaltung
  • Transparenz und Bürgerservice
  • Kooperative Verwaltungsentwicklung im Stadtteil
  • Optimierung der Verwaltung der Verwaltung
  • Effizientes Kassen- und Forderungsmanagement und Öffentliches Bauen
  • Steuerung öffentlicher Unternehmen
  • Länderübergreifende Kooperation.

Strukturiert wird das Programm „Zukunftsorientierte Verwaltung“ durch den Masterplan. Dieser beschreibt die einzelnen Vorhaben und gibt einen zeitlichen und inhaltlichen Rahmen vor, beschreibt die einzusetzenden Verfahren und Instrumente und soll es damit ermöglichen, den Reformprozess effektiv zu steuern.

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