eGovernment in Bayern

Gerlach und Füracker starten Förderprogramm „Digitales Rathaus“

| Redakteur: Manfred Klein

Bayern weitet die eGovernment-Unterstützung für Kommunen aus
Bayern weitet die eGovernment-Unterstützung für Kommunen aus (© momius – stock.adobe.com)

Der Freistaat Bayern fördert den Ausbau von eGovernment im kommunalen Bereich und stellt für die Bereitstellung von Online-Diensten rund 43 Millionen Euro bereit.

„Wir wollen, dass Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen Verwaltungsleistungen rund um die Uhr als Onlinedienste nutzen können. Deshalb treibt der Freistaat den Ausbau von eGovernment weiter voran“, teilten Finanz- und Heimatminister Albert Füracker und Digitalministerin Judith Gerlach zum Start des neuen Förderprogramms „Digitales Rathaus“ am 1. Oktober 2019 mit. Da der Großteil der Verwaltungsleistungen im kommunalen Bereich abgewickelt wird, unterstützt der Freistaat die bayerischen Gemeinden, Landkreise und Bezirke bei der Bereitstellung von neuen Online-Diensten.

„Glasfaser, BayernWLAN und Digitale Kommunalverwaltung machen Bayern noch attraktiver. Das Heimatministerium stärkt die digitale Chancengleichheit, sorgt für gleichwertige Lebensbedingungen und eröffnet neue Chancen für die Menschen in ganz Bayern und die bayerische Wirtschaft. Mit dem Förderprogramm ´Digitales Rathaus`, flankiert durch den ´Grundkurs Digitallotse`, verfügt Bayern über ein bundesweit einzigartiges Förderangebot für die kommunalen Gebietskörperschaften zum Ausbau der digitalen Verwaltung“, hob Füracker hervor.

Mit dem BayernPortal mit Informationen zu staatlichen und kommunalen Leistungen in Bayern und der BayernID, dem bayerischen Nutzerkonto, das der Freistaat staatlichen und kommunalen Stellen betriebskostenfrei zur Verfügung stellt, ist bereits eine gute Ausgangslage geschaffen.

Digitalministerin Judith Gerlach betonte in diesem Zusammenhang: „Die Verwaltung muss für unsere Bürger höchsten Service garantieren – einfach, schnell, online. Und das rund um die Uhr, ob bequem von der Couch oder per App von unterwegs. Der neue Führerschein oder der neue Wohnsitz müssen mit wenigen Klicks erledigt werden können, wie es die Menschen auch vom täglichen surfen und bestellen im Internet gewohnt sind.“

Dazu gehöre auch, dass man die gleichen Daten nur einmal an Behörden übermitteln müsse und nicht immer wieder. Egal, ob staatlich oder kommunal: Der Bürger erwarteten zurecht, dass die Ebenen auch digital eng zusammenarbeiten. „Wir wollen Hürden zwischen Bürgern und Staat abbauen und einen konkreten Mehrwert schaffen. Mit dem digitalen Rathaus können die Kommunen schnell und direkt mit ihren Bürgern kommunizieren. Sie sind das Gesicht der Verwaltung zum Bürger“, so Geröach abschließend.

Für das neue Förderprogramm „Digitales Rathaus“ stehen 42,68 Millionen Euro bereit. „Die Digitalisierung hält Einzug in alle Bereiche des Alltags. Unser Förderprogramm ist für die Gemeinden, Landkreise und Bezirke attraktiv und unbürokratisch“, versichert Füracker.

Weiterführende Informationen zum Förderprogramm sowie der Förderantrag stehen im Internet zur Verfügung.

Parallel zum Start des Förderprogramms „Digitalen Rathaus“ bietet die Bayerische Verwaltungsschule (BVS) in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Vermessungsverwaltung und den kommunalen Spitzenverbänden das Basisseminar „Grundkurs Digitallotse“ an, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Verwaltungen auf ihre neuen Herausforderungen vorzubereiten. Weiterführende Informationen zum „Grundkurs Digitallotse“ gibt es ebenfalls im Internet.

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