Positionspapier des Deutschen Landkreistages

Geodaten sinnvoll nutzen

01.10.2009 | Redakteur: Gerald Viola

Notfalleinsatz Hubschrauber: Ohne Geodaten geht nichts, denn Straßennamen allein helfen nicht weiter
Notfalleinsatz Hubschrauber: Ohne Geodaten geht nichts, denn Straßennamen allein helfen nicht weiter

Geoinformationssysteme (GIS) sind aus einer modernen Verwaltung nicht mehr wegzudenken, sagt der Deutsche Landkreistag. Die Experten legten jetzt ein Positionspapier zur sinnvollen Nutzung von Geodaten vor. Ihr Fazit ist einleuchtend: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Professor Dr. Hans-Günter Henneke betont die Wichtigkeit von GIS bereits im Vorwort zu dem Positionspapier: „Bereits jetzt gibt es eine Fülle von Beispielen aus der täglichen Verwaltungspraxis, die den großen praktischen Nutzen von Geodatenmanagement verdeutlichen. Die möglichen Anwendungsfälle sind vielfältig: Zum Beispiel, wenn sich Eltern über eine Karte den nächsten Kindergarten oder Angehörige die nächste Pflegeeinrichtung ansehen, einen virtuellen Rundgang unternehmen, bequem per Mausklick die Verfügbarkeit freier Plätze prüfen und vielleicht sogar auf diesem Wege eine Anmeldung oder Reservierung in der Einrichtung auslösen. Dies ist ein weiterer, großer Schritt in Richtung bürgerfreundliche Verwaltung.“

Aber nicht nur die Bürgerfreundlichkeit spreche für den Aufbau kommunaler Geodateninfrastrukturen. Auch die damit zu erreichende größere Wirtschaftsorientierung der Verwaltung durch zeitnahe Auskunft bei Anfragen von Unternehmen sei ein Argument für derartige Systeme.

Das geschäftsführende Präsidialmitglied des Deutschen Landkreistages: „Sie befördern eine höhere Transparenz und eine kundenorientierte Darstellung in vielen kreisrelevanten Handlungsfeldern wie Wirtschaftsförderung, Verkehr und Raumplanung. Hinzu kommt eine hohe Steuerungsrelevanz für die Entscheidungsträger durch die Verfügbarkeit aktueller Planungsgrundlagen und die Erstellung (sozial-)räumlicher Analysen. Maßgeblich ist zudem die Erhöhung der Verwaltungseffizienz durch die Entlastung von Routineaufgaben, die Vermeidung redundanter Datenhaltungen sowie die arbeitsplatz- und fachbereichsübergreifende Nutzung von Daten. Schließlich fördert der Aufbau einer Geodateninfrastruktur die interkommunale Zusammenarbeit mit den Gemeinden und trägt in diesem Zusammenhang zur gemeinsamen Optimierung von Geschäftsprozessen und zur Realisierung von Synergieeffekten aufgrund von kreisweit einheitlichen Strukturen bei.“

Nächste Seite: Warum die Voraussetzungen jetzt besonders günstig sind

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2040972 / Fachanwendungen)