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Gemeinden und Stadtwerke als Innovatoren

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Wie kann im Fall eines Stadtwerks das Business-Modell aussehen?

Schröder: Ein Stadtwerk muss sich zunächst darüber im Klaren sein, wie weit der Aufgaben- und Verantwortungsbereich gefächert sein soll: nur passive Infrastruktur, passive und aktive Infrastruktur oder gegebenenfalls sogar Aufstellung als multimedialer Dienstleister. Zudem sollten die Kosten für die zu ergreifenden Maßnahmen erhoben werden. Für den Fall, dass das Stadtwerk nur die passive Infrastruktur errichten will, heißt das, die Investitionen und Aufwände für die Glasfaserverkabelung, die tiefbaulichen Maßnahmen, die Anschlusskosten sowie die laufenden Kosten zu ermitteln.

Zu einem seriösen Geschäftsmodell gehört ein Verteilungsschlüssel. Welcher Prozentsatz der anfallenden und laufenden Kosten soll das Stadtwerk tragen? Welcher Prozentsatz dieser Kosten kann als Anschluss-, Bereitstellungs- und Servicegebühr auf die Kunden umgelegt werden? Wichtig ist außerdem, die Zeit für die Errichtung und Inbetriebnahme der Glasfaserstrecken zu veranschlagen. Sollen Dienstleister wie Netzbetreiber an Bord geholt werden, müssen diese Geschäftskontakte frühzeitig eingefädelt werden. Denn erst über die Dienste entsteht in den Augen der Kunden der eigentliche Mehrwert. Je größer die Teilnehmerdichte pro Quadratkilometer ist, umso lohnender wird natürlich das Breitbandengagement für das Stadtwerk sein.

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