YouGov-Studie

Gebrauchtsoftware hat schlechten Ruf

| Autor: Ira Zahorsky

Statements der Ministerien in Nordrhein-Westfalen

Trotz teils hoher Ausgaben für neue Standardsoftware wurde in den Ministerien von Nordrhein-Westfalen im Jahr 2016 weder Gebrauchtsoftware angeschafft noch eingesetzt.

Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration setzt keine gebrauchte Software und keine gebrauchten Betriebssysteme ein. Im Jahr 2016 wurden für die Beschaffung von Standardsoftware 4.100 Euro verausgabt. Die Beschaffungen erfolgten nahezu ausschließlich aus bestehenden Rahmenverträgen des Landesbetriebs Information und Technik NRW.

Im Jahr 2016 hat das Referat Informationstechnik im MIK rund 467.000 Euro für Standardsoftware ausgegeben. Diese Beschaffung enthält keine Gebrauchtwaren. Die Beschaffung unterliegt aktuell keinen Einschränkungen oder Ausschlüssen bezüglich Gebrauchtwaren in der Standardsoftwarelizensierung.

Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) setzt keine gebrauchte Software und keine gebrauchten Betriebssysteme ein. Im Jahr 2016 wurden für die Beschaffung von Standardsoftware rund 110.000 Euro verausgabt. Die Beschaffung erfolgt über einen Rahmenvertrag beim Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), auf dessen Grundlage das MWIDE Lizenzanfragen bei seinem Vertragspartner stellt. IT.NRW ist auch für die Vergabeverfahren und Ausschreibungen verantwortlich.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) setzt keine gebrauchte Software und keine gebrauchten Betriebssysteme ein. Soweit Vergabeverfahren durch das MAGS selbst durchgeführt werden, wird gebrauchte Software grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Im Jahr 2016 wurden für die Beschaffung von Standardsoftware rund 75.000 Euro verausgabt. Die Beschaffungen erfolgten nahezu ausschließlich aus bestehenden Rahmenverträgen des Bundesinnenministeriums sowie des Landesbetriebs Information und Technik NRW.

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung setzt keine gebrauchte Software und keine gebrauchten Betriebssysteme ein. Im Jahr 2016 wurden für die Beschaffung von Standardsoftware etwa 63.000 Euro verausgabt. Die Beschaffungen erfolgten ebenfalls nahezu ausschließlich aus bestehenden Rahmenverträgen des Bundesinnenministeriums sowie des Landesbetriebs Information und Technik NRW.

Für den Einsatz im Justizministerium wurde im Haushaltsjahr 2016 keine Gebrauchtsoftware beschafft. Die Ausgaben für Standardsoftware (Neuware) beliefen sich auf 21.700 Euro.

Das Verkehrsministerium setzt keine gebrauchte Software und keine gebrauchten Betriebssysteme ein. Im letzten Jahr wurde keine Standardsoftware beschafft.

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