Software-Lizenzen

Gebraucht-Software: ja oder nein?

| Redakteur: Ann-Marie Struck

Ein Grund für den Kauf von Gebraucht-Software ist die Kostenersparnis
Ein Grund für den Kauf von Gebraucht-Software ist die Kostenersparnis (© vege - stock.adobe.com)

Das Für und Wider für Unternehmen und Behörden eine gebrauchte Firmen-Software zu kaufen, ist groß. Aktualität erhält die Problematik aufgrund des erst vor kurzem vorgestelltem Office 2019 von Microsoft – eine On-Premises-Alternative zum Cloud-basierten Office 365. Denn bereits Anfang 2019 werden die ersten gebrauchten Office-2019-Lizenzen erwartet.

Viele Behörden haben Sicherheitsbedenken bei der Nutzung von Cloud-Services. Eine Attraktivität für viele Unternehmen und Behörden liegt bei der neuen Office-Version in ihre Gegenlösung zur Cloud. Sensible Daten müssten daher nicht in eine Cloud verlagert werden. Die Kosten eines Cloud-Mietmodells würden ebenfalls wegfallen.

Ein flächendeckender Cloud-Einsatz gestaltet sich derzeit eher schleppend, weshalb auf Cloud-Mietmodelle zugrückgegriffen wird. Durch die On-Premises-Software würden die Dauerkosten einer Cloud-Mietung erspart werden. Der Kauf einer Gebraucht-Software erspart darüber hinaus den kostspieligen Neukauf und den monatlichen Zusatzkauf neuer Cloud-Versionen, die von vielen Mitarbeitern oft nicht genutzt werden.

Kostenersparnis als wichtigster Faktor

Ein Hauptpunkt für viele Unternehmen für den Kauf von Gebraucht-Software ist die Kostenersparnis. „In der Regel sparen Behörden und Unternehmen hier bei aktuellen Versionen zwischen 20 und 50 Prozent“, weiß Andreas E. Thyen, Präsident des Verwaltungsrats der Lizenzdirekt AG. „Das ersparte Geld können sie dann in wichtige Digitalisierungsprojekte stecken.“

Doch nicht nur der finanzielle Aspekt spielt bei der Abwägung über den Kauf einer Gebraucht-Software eine Rolle, ältere Programmversionen sind oft erprobter im Gebrauch und haben meist keine Kompatibilitätsprobleme mit spezifischen Fachanwendungen, was für Behörden ein Vorteil bildet.

Rechtliche Risiken?

Hinsichtlich der rechtlichen Grundlage ist der An- und Verkauf von Lizenzen unter Erfüllung bestimmter Voraussetzungen legal. Wichtig dabei ist, dass der Hersteller oder einer seiner Vertriebspartner die Lizenz erstmals in der EU oder einem Vertragsstaat des europäischen Wirtschaftraums in Umlauf gebracht haben.

Zudem kann beim Kauf von Gebraucht-Software das Hinzuziehen eines erfahrenen Händlers Sicherheit geben. Da es in ihrer Verantwortung liegt, die Lieferkette zu prüfen und damit auch sicherzustellen, woher die ursprüngliche Lizenz stammt. Neben der Bereitstellung einer großen Stückzahl unterstützen Händler auch bei anstehenden Audits.

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