Inventarisierung, Softwareverteilung und Helpdesk integriert

Ganzheitliches Clientmanagement

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Integriertes Clientmanagement gesucht

Um für Abhilfe zu sorgen, legte der IT-Verantwortliche des Landratsamts zunächst die Kriterien für das gewünschte Clientmanagementsystem fest. Neben den Standardfunktionen wie der Installation von Betriebssystemen über das Netzwerk und die automatische Verteilung von Software an die Arbeitsplätze sollte das System einen kompletten Helpdesk mitbringen sowie ein umfassendes Management der in der Behörde vorhandenen Softwarelizenzen ermöglichen.

Zudem wünschten sich die Administratoren eine Integration des Systems in die Benutzerdatenbank des Microsoft Active Directory, um Mitarbeiterdaten nicht mehrfach erfassen zu müssen. Das wichtigste Feature war für Markus May jedoch, dass alle genannten Funktionen unter einer einheitlichen Oberfläche verfügbar sind und alle verschiedenen Module nahtlos zusammenarbeiten.

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Im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung anhand von Funktionalitäten machte sich die IT-Truppe dann an die Evaluation der auf dem Markt verfügbaren Lösungen. Dabei stellte sie schnell fest, dass viele Angebote entweder einige wichtige Funktionen nicht unterstützten oder deren Module nicht konsequent integriert waren.

Zudem war bei einigen Herstellern zumindest fraglich, ob ein Kunde wie das Landratsamt Neustadt überhaupt angemessen bedient werden würde. „Der Hersteller unserer alten Softwareverteilung ist sehr schnell gewachsen und hat sich zunehmend in Richtung USA orientiert. Dabei hatten wir immer mehr den Eindruck, dass für ihn Kunden unserer Größenordnung nicht mehr interessant waren. In der Praxis machte sich das durch Ärger und lange Suppurt-Wartezeiten bemerkbar“, erinnert sich May.

Schließlich stießen die Administratoren des Landratsamts auf die Clientmanagement Suite ACMP des deutschen Softwareherstellers Aagon aus Soest, die zumindest auf dem Papier alle wichtigen Anforderungen zu erfüllen versprach. Daraufhin luden sie den Hersteller zu einer Produktdemonstration ein, um die Eignung der Software für die gewünschten Zwecke zu prüfen. Nachdem ACMP auch hier die kritischen Administratoren überzeugen konnte, entschied sich Markus May schließlich im Oktober 2008 für die Anschaffung des Produkts.

Dabei kam ihm zugute, dass Aagon für Anwender von Matrix42 Empirum und der Altiris Client Management Suite ein Trade-In-Programm ins Leben gerufen hatte. So konnte das Landratsamt bei Abschluss eines Wartungsvertrags seine bestehenden Clientmanagement-Lizenzen kostenlos gegen ACMP-Lizenzen umtauschen.

Da der Wartungsvertrag bei Aagon zudem günstiger war als bei dem alten Produkt, fiel die Entscheidung nicht schwer. „Wenn man seine Fachverfahren optimieren möchte, ist nicht das günstigste Produkt das Beste, sondern das geeignetste. Wenn dieses dann trotzdem zu einem günstigen Preis erhältlich ist, freut man sich natürlich umso mehr“, so May.

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