Digitalisierung in Bayern

Füracker eröffnet BayernLab in Nabburg

| Redakteur: Manfred Klein

(Bild: © TUNINGFOTOJOURNAL)

Der Freistaat Bayern hat ein weiteres BayernLab eröffnet. Die Labs sollen es Bürgern ermöglichen, die Digitale Welt zu erforschen und zu erproben. Die BayernLabs sollen so zur digitalen Wissensbildung beitragen. In jedem Regierungsbezirk soll bis 2018 mindestens ein Bayernlab eingerichtet werden.

Anlässlich der Eröffnung in Labburg erklärte Finanz- und Heimatstaatssekretär Albert Füracker in Vertretung von Finanzminister Dr. Markus Söder: „Digitalisierung ist kein Privileg von Großstädten. Wir schaffen insbesondere in ländlichen Regionen Bayerns mit 13 IT-Laboren eine Brücke in die schnelllebige und komplexe IT-Welt. Die BayernLabs sind Schaufenster für digitale Innovation und bieten modernste Technik zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren – kostenfrei und für Jedermann.“

So kann in Nabburg ab sofort in virtuelle Welten mit einem Mini-Holodeck eingetaucht oder ein 3D-Drucker ausprobiert werden. In der kostenfreien BayernWLAN-Lounge kann nebenbei im Internet gesurft werden. Das nunmehr vierte BayernLab ist im Gebäude des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Nabburg untergebracht.

Der Freistaat investierte knapp eine Million Euro in den Umbau des BayernLabs in Nabburg, davon rund 150.000 Euro in die Barrierefreiheit. Auf einer Gesamtfläche von rund 350 m² bietet es Ausstellungsfläche, Multifunktionsraum, einen Außenbereich mit Lounge-Charakter und kostenfreies BayernWLAN. „Ein wichtiger Standortfaktor und ein belastbares Netzwerk zu digitalen Themen für Kommunen und Landratsamt, Schulen, Volkshochschulen, Hochschulen, Verbände, Vereine und die Wirtschaft der Region“, betonte Füracker.

Das BayernLab ist dabei nicht bloßer Ausstellungsort. Neueste Trends und Anwendungen können im Echtbetrieb gezeigt werden. In Vorträgen und Workshops können theoretische Kenntnisse erworben und praktische Erfahrungen gesammelt werden. „Neben dem Breitbandausbau und BayernWLAN sind die BayernLabs ein wesentlicher Bestandteil unserer Digitalisierungsstrategie. So bringen wir Digitalisierung bewusst und gezielt in die ländlichen Regionen Bayerns“, sagte Füracker.

Ein Highlight des BayernLabs in Nabburg ist ein 5G-Demonstrator, entwickelt an den Lehrstühlen für Kommunikationstechnik und Medientechnik der Technischen Universität München. 5G bedeutet Revolutionierung des mobilen Internets insbesondere im Bereich der M2M-Kommunikation. „Unsere BayernLabs sind eine offene Informationsplattform für Jedermann, aktivieren digitales Potenzial im Land und sorgen für digitale Chancengleichheit. Die Resonanz ist äußerst positiv: bisher kamen rund 9.000 Besucher in die bereits bestehenden Bayern-Labs“, bilanzierte Füracker.

Das BayernLab ist unter anderem mit Virtual-Reality-Brillen und einem Mini-Holodeck ausgestattet. Das Mini-Holodeck ermöglicht beispielsweise, virtuell das Arbeitszimmer König Ludwigs II. im Schloss Neuschwanstein zu besichtigen. Ein 84-Zoll-Tablet mit Whiteboard-Funktion ist für Teamarbeit – auch an verteilten Orten – ausgelegt und hervorragend für die moderne Büroumgebung geeignet. Eine ideale Lösung für professionelle Videokonferenzen mit allen Vorzügen eines Hochleistungs-Tablets.

Im BayernLab werden auch Themen wie Datenschutz und Datensicherheit im Internet oder der vernetzte Arbeitsplatz der Zukunft anschaulich dargestellt. Das BayernPortal oder ELSTERonline ermöglichen Behördengänge von überall aus und rund um die Uhr. Exponate vermitteln die Technik hinter Breitbandausbau und BayernWLAN.

Die regionalen IT-Labore werden eingerichtet an Ämtern für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. Sie präsentieren modernes eGovernment, eine IT-Wissensbörse und digitale Innovationen anhand praktischer Beispiele. Hier können Schüler die digitale Welt erforschen und Kommunen und Bürger sich über die Möglichkeiten der Digitalisierung informieren.

Weitere Informationen zu den Bayernlabs.

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