Möglichkeit für Online-Beantragung gegeben Führungszeugnis ohne Behördengang beantragen

Autor Ira Zahorsky

Führungszeugnisse können ab sofort online per Internet beantragt und bezahlt werden. Um sich identifizieren zu können, sind der neue elektronische Personalausweis mit freigeschalteter eID-Funktion sowie ein Kartenlesegerät erforderlich.

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Elektronischer Personalausweis im Einsatz: Der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Kelber (l.) beantragt mit BfJ-Präsident Heinz-Josef Friehe das erste Führungszeugnis über das neue Internetportal.
Elektronischer Personalausweis im Einsatz: Der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Kelber (l.) beantragt mit BfJ-Präsident Heinz-Josef Friehe das erste Führungszeugnis über das neue Internetportal.
(Foto: BfJ)

Sei es bei der Bewerbung um einen Arbeitsplatz, für die ehrenamtliche Jugendarbeit oder vor der Aufnahme eines Gewerbes: ein Führungszeugnis wird für die verschiedensten Lebenslagen benötigt. Heinz-Josef Friehe, Präsident des Bundesamts für Justiz (BfJ), betont die Vorteile des Online-Antrags: „Keine Warteschlange, keine Beschränkungen durch Öffnungszeiten, das Internetportal ist an allen Wochentagen rund um die Uhr verfügbar. Damit haben wir ein System geschaffen, das für alle flexibel zu nutzen ist, ob am heimischen PC, mobil unterwegs oder sogar aus dem Ausland.“

Auch für ausländische Mitbürger und Gewerbetreibende

Voraussetzungen für den Online-Antrag sind der neue elektronische Personalausweis, der für die Online-Ausweisfunktion freigeschaltet sein muss, und ein passendes Kartenlesegerät. Auf diese Weise kann eindeutig identifiziert werden, wer den Antrag stellt. Ausländische Mitbürger, die keinen deutschen Personalausweis besitzen, können in gleicher Weise die entsprechende Funktion ihres elektronischen Aufenthaltstitels nutzen.

Neben Führungszeugnissen können auch Auskünfte aus dem Gewerbezentralregister über das neue Online-Portal des BfJ beantragt werden. Solche Auskünfte benötigen Unternehmen, die sich in Ausschreibungsverfahren um öffentliche Aufträge bewerben, recht häufig. Auch hier kann das Online-Verfahren den Aufwand erheblich senken.

Auch für die Kommunen dürfte dieser Service entlastend wirken, da die Online-Anträge direkt über das Bundesamt für Justiz (BfJ) abgewickelt werden. Laut Ulrich Kelber, Staatssekretär im BfJ, werden täglich rund 17.000 Führungszeugnisse erstellt.

Was kostet das?

Wie bei der Antragstellung auf dem Amt wird auch beim Online-Antrag eine Gebühr von 13 Euro pro Führungszeugnis erhoben. Im Online-Portal kann sie mit einer gängigen Kreditkarte oder durch Überweisung per „giropay“ beglichen werden. Die Führungszeugnisse werden auf grünem Spezialpapier gedruckt und mit der Post zugeschickt.

Unter www.fuehrungszeugnis.bund.de können die Unterlagen beantragt werden.

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