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Drucker am Arbeitsplatz Frust durch faule Kollegen und ineffizientes Prozessmanagement

Redakteur: Gerald Viola

Wenn Drucker im Büro mal wieder nicht drucken, ist selten ein technischer Defekt daran schuld – vielmehr scheint ein ineffizientes Prozessmanagement in vielen Unternehmen der Grund dafür zu sein, dass die Druckgeräte stillstehen – so ein Ergebnis der Printerumfrage10. Oftmals aber sorgt auch der faule Kollege für den Frust.

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Wunschtraum: Multifunktionsgerät direkt am Arbeitsplatz
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( Archiv: Vogel Business Media )

Denn der häufigste „Druckgerätefehler“ ist schlichtweg die leere Papierkassette. Gerade bei Geräten, die mit mehreren Kollegen genutzt werden, zeigt sich, welchen Einfluss das Prozessmanagement auf die Ausfallrate der Drucker hat.

So geben 74 Prozent der Befragten, die gemeinsam mit Kollegen ein Druckgerät nutzen, fehlendes Papier als häufigste Fehlerursache für einen nicht durchgeführten Druckjob an.

Zahlreiche Teilnehmer der Studie beschweren sich auch darüber, dass Kollegen nie Papier holen; ein klares Indiz, dass die Verantwortlichkeiten nicht effizient geregelt sind. Bei Geräten, die alleine genutzt werden, ist dies mit 64 Prozent der Fälle zwar immer noch unnötig oft der Grund für den Stillstand, aber – so zeigt sie Studie – nimmt die Dauer des Stilstandes mit zunehmender persönlicher Verantwortung des Anwenders ab.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei der zweithäufigsten Fehlerquelle: das fehlende Verbrauchsmaterial. Gut 29 Prozent der Befragten geben diesen Grund als häufigste Fehlerursache an, wenn sie das Druckgerät mit jemand teilen.

Für Joel Trummheller, Business Unit Manager Laser bei Brother, sind das völlig unnötige Produktivitätskiller. „Bei einer strukturierten oder gar einer automatisierten Verbrauchsmaterialbestellung, wie sie Managed Print Services (MPS)-Konzepte vorsehen, kommen frische Verbrauchsmaterialien am Gerät an, bevor es stillsteht.“

„Proaktive Versorgung der Druckinfrastruktur und ganzheitliche Betrachtung der Prozesskette sind der Schlüssel, um Ausfallhäufigkeit und Ausfallzeit zu reduzieren“, bekräftigt er. „Darüber hinaus kann es, gerade bei Gruppen- oder Etagengeräten, sinnvoll sein, einen Druckerpaten zu benennen, der in definierten Intervallen den Verbrauchsmaterialbestand überprüft und ergänzt.“

An dritter Stelle wird von 26 Prozent der Teilnehmer, die ihr Gerät mit Kollegen teilen, der Papierstau als Fehlerquelle genannt. Wo auf den ersten Blick ein originäres Hardwareproblem oder Anwenderfehler zu vermuten ist, lässt sich bei genauerer Analyse der Studie in vielen Fällen ebenfalls auf ein Prozessproblem schließen.

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