Niedersachsen beschließt neue IT-Strategie

Frischer Wind für eGovernment und eAkte

| Redakteur: Manfred Klein

Das niedersäschsische Kabinett um Ministerpräsident Stephan Weil (erste Reihe, Mitte) hat eine neue IT-Strategie verabschiedet
Das niedersäschsische Kabinett um Ministerpräsident Stephan Weil (erste Reihe, Mitte) hat eine neue IT-Strategie verabschiedet (Bild: Nds. Finanzministerium / Alexander Spiering)

Die Niedersächsische Landesregierung ihre IT-Strategie „Digitale Verwaltung 2025“ für die Ausrichtung der Digitalisierung in der Landesverwaltung bis 2025 beschlossen. Die Strategie soll die Zukunftssicherheit der IT des Landes gewährleisten. Zentrale Themen der Strategie sind Konsolidierung und Sicherheit.

Dazu erklärte der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius: „Wir müssen die Informationstechnik fortlaufend erneuern und stärker standardisieren, natürlich auch um die Sicherheit unserer Systeme gewährleisten zu können. Die IT des Landes muss extrem sicher und gleichzeitig in der Anwendung zukunftsgerecht aufgestellt sein, darum geht es bei der Zukunftsstrategie für die kommenden Jahre.“

Bereits im Doppelhaushalt für die Jahre 2017/2018 seien angesichts der immensen Aufgaben im Bereich der IT jeweils knapp 20 Millionen Euro mehr für die Ertüchtigung des Landesdatennetzes und die Zusammenführung der Sprach- und Datenkommunikation eingestellt worden, so Pastorius. Nun solle zudem der technische Schutz der landeseigenen Infrastrukturen verbessert und ausgebaut werden. Außerdem sollen die organisatorischen Vorkehrungen gegen mögliche Cyber-Attacken verbessert werden.

Die Herausforderungen für die Verwaltung seien indes nicht auf die Informationssicherheit beschränkt, so der Minister. Leitendes Prinzip sei künftig der sogenannte „medienbruchfreie Geschäftsprozess", also die durchgängig elektronische Verarbeitung von Vorgängen und Dokumenten. Deshalb sei nicht nur die flächendeckende Einführung der elektronischen Akte notwendig. Vor allem müssten die IT-Verfahren verschiedener Fachverwaltungen interoperabel sein, also einen Informationsaustausch über verschiedene Software-Lösungen hinweg ermöglichen.

Einen weiteren Schwerpunkt der IT-Strategie stellt die intensivere IT-Kooperation des Landes mit den Kommunen und den kommunalen Datenzentralen dar. Geplant ist unter anderem die Begründung einer „Innovationspartnerschaft" in Form einer Genossenschaft. Diese soll künftig gemeinsame Beschaffungen von Hard- und Software oder IT-Dienstleistungen von Land und kommunalen Partnern durchführen, aber auch die gemeinschaftliche Nutzung eines neuen Rechenzentrums ermöglichen.

Dazu Pistorius: „Land und Kommunen nutzen das gleiche Datennetz und verarbeiten in Dutzenden Fachverfahren sogar die gleichen Daten. Durch die engere Form der Kooperation wollen wir auch das Sicherheitsniveau im Datenmanagement für alle Beteiligten gleichermaßen erhöhen.“

Mehr zur neuen Strategie erfahren Sie in Kürze hier.

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