Potenzial für Versicherer

Freiwilliger Beitrag zur Gesundheitsvorsorge

| Autor: Ira Zahorsky

Die Studie „Gesundheit und Megatrends“ des Softwareherstellers Adcubum erforschte unter anderem die Zahlungsbereitschaft in der Gesundheitsvorsorge
Die Studie „Gesundheit und Megatrends“ des Softwareherstellers Adcubum erforschte unter anderem die Zahlungsbereitschaft in der Gesundheitsvorsorge (Bild: Bild: Pixabay)

Zwei Drittel der rund 1.000 von Adcubum befragten Bundesbürger würden bis zu 100 Euro im Monat für eine hochwertigere medizinische Versorgung zahlen, wenn sie ihre Lebenserwartung dadurch um mindestens fünf Jahre verlängern könnten.

Während gut jedem zehnten (12 Prozent) Deutschen eine höhere Lebenserwartung 100 Euro im Monat wert wäre, würden 37 Prozent der Studienteilnehmer bis zu 20 Euro mehr im Monat zahlen, 18 Prozent würden sich bei monatlich 50 Euro einklinken. Besonders motiviert ist die Gruppe der 18- bis 34-Jährigen: 42 Prozent von ihnen würden ihre Gesundheitsausgaben um 20 Euro im Monat erhöhen und 21 Prozent um bis zu 50 Euro.

Umgekehrt besteht bei jedem Dritten gar keine Zahlungsbereitschaft. Dies gilt vor allem für Menschen über 55 Jahren: Etwa jeder Zweite von ihnen würde für die Chance auf ein längeres Leben keinen Cent investieren. 23 Prozent würden 20 Euro und 15 Prozent 50 Euro einbringen.

Michael Süß, Geschäftsführer bei Adcubum Deutschland
Michael Süß, Geschäftsführer bei Adcubum Deutschland (Bild: Bild: Adcubum)

„Das Gros der Bundesbürger hätte gerne eine bessere medizinische Versorgung und ist zu Mehrausgaben dafür bereit. Während es zwischen den Geschlechtern kaum Unterschiede gibt, nimmt die Bereitschaft mit dem Alter ab“, sagt Michael Süß, Geschäftsführer bei Adcubum. „Vor allem die jüngere Generation begreift die eigene Gesundheit offenbar immer stärker als etwas, um das man sich verstärkt selbst kümmern muss – auch finanziell."

Digitalisierung hat für Krankenkassen hohe Relevanz

Für diese Megatrends wappnen sich auch die privaten Krankenversicherungen (PKV). Das geht aus einer weiteren Studie hervor, für die Adcubum und die Versicherungsforen Leipzig Krankenversicherer sowie Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Zukunft der PKV befragt haben. Die Studien-Teilnehmer sind sich absolut einig und sprechen der Digitalisierung geschlossen eine hohe bis sehr hohe Relevanz für die Krankenversicherung zu. Auch das Thema eHealth sehen drei von vier PKV-Experten ganz oben auf der Agenda.

So industrialisieren viele Versicherer schon heute komplette Geschäftsprozesse und auch die Interaktion mit dem Kunden erfährt zunehmend eine Automatisierung. Hinzu kommt, dass künftig die Patientenbetreuung per Telemedizin ebenso selbstverständlich werden wird wie der Einsatz von Gesundheits-Apps. Adcubum-Geschäftsführer Michael Süß: „In der Digitalisierung liegt ein Riesenpotenzial für die Versicherer, ihre Kunden an sich zu binden. Eine 24-stündige Erreichbarkeit auf allen Kanälen und die Möglichkeit der medizinischen Fernüberwachung sind nur zwei Aspekte der von den Versicherten gewünschten, besseren Versorgung.“

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