Wertschöpfung durch eGovernment

Freie Fahrt für Open Data

09.05.2011 | Autor / Redakteur: Maik Farthmann / Manfred Klein

Die europäische Linked Open Data Map wächst kontinuierlich. Noch fehlt ein deutsches Open-Data-Portal, das die Datenkataloge der Verwaltung für jedermann sichtbar macht
Die europäische Linked Open Data Map wächst kontinuierlich. Noch fehlt ein deutsches Open-Data-Portal, das die Datenkataloge der Verwaltung für jedermann sichtbar macht

Open Data ist in aller Munde. Hochwertige Daten sind in großer Vielfalt verfügbar – doch oft fehlt der geeignete Rahmen, in dem sie strukturiert, für den Praxiseinsatz aufbereitet und zugänglich gemacht werden können. Dieser Gastautorenbeitrag ist ein Plädoyer für die unkomplizierte Nutzung der Daten und einen Richtungswechsel der Diskussion hin zu „Linked“ Open Data.

Der offene und freie Zugang zu Informationen bildet eine grundlegende Voraussetzung für das Funktionieren einer Demokratie. In Politik und Verwaltung gehört die intensive Nutzung vielfältiger Quellen zur täglichen Praxis, um sowohl fachliche Entscheidungen und verbindliche Regelungen zu treffen, als auch deren Wirkungen zu evaluieren. Hierzu müssen verschiedenste Informationsbestände schnell auffindbar, dauerhaft erreichbar und flexibel nutzbar sein. Auch das gestiegene Interesse der Bürger an einer engeren Einbindung in politische Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse verlangt nach neuen Strategien hinsichtlich der Bereitstellung und Nutzbarkeit öffentlicher Daten.

Die Potenziale offener und standardisiert verknüpfbarer Daten wurden durch die langjährigen Aktivitäten vieler Regierungen im Bereich der nationalen und internationalen IT-Standardisierung frühzeitig erkannt. Auch die Öffentliche Verwaltung hat sich genau mit den Schwierigkeiten und Herausforderungen der Öffnung bestehender Datenschätze auseinandergesetzt. So wird über Open Data vielerorts diskutiert – nur der letzte Schritt fehlt: Datenbestände müssen in ein interoperables Format überführt werden, damit sie mit Daten aus anderen Quellen und heterogenen Systemen verknüpfbar sind und so bereits vorhandenes Wissen in neuen Kontexten nutzbar wird.

Davon profitieren nicht nur Bürger und Wirtschaft. Auch Regierung und Öffentlicher Verwaltung eröffnet Open Data viele Vorteile: Entscheidungen können besser begründet und nachvollzogen werden, das Handeln der Verwaltung wird transparenter und Informationsangebote und Dienstleistungen können an tatsächlichen Bedarfen und Entwicklungen ausgerichtet werden.

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