4,9 Millionen Euro bis 2020

Frankfurt startet ehrgeiziges eGovernment-Projekt

| Redakteur: Manfred Klein

Magistrat der Stadt Frankfurt/M beschließt eGovernment-Finanzkonzept
Magistrat der Stadt Frankfurt/M beschließt eGovernment-Finanzkonzept (Foto: © Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main)

In seiner Sitzung am 6. Juni hat der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main das Finanzkonzept zur Umsetzung zentraler eGovernment-Maßnahmen beschlossen. Nachdem im vergangenen Jahr die grundlegende eGovernment-Strategie verabschiedet worden war, will man mit dem Finanzkonzept nun auch der Umsetzung konkreter Maßnahmen näher kommen.

So sollen – die Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung vorausgesetzt – bis zum Jahr 2020 insgesamt rund 4,9 Millionen Euro für entsprechende Investitionen bereitgestellt werden.

Zur Begründung führte der Magistrat aus: „Durch eGovernment soll die Verwaltung mit IT-technischer Unterstützung noch effizienter werden. Dies ist essenziell, da die Anforderungen an die Mitarbeiter in der Verwaltung beständig steigen und es künftig aufgrund des demografischen Wandels schwieriger sein wird, qualifizierte Beschäftigte im benötigten Umfang zu finden.“

Darüber hinaus stiegen die berechtigten Erwartungen sowohl der Bürger wie auch der Unternehmen an eine Verbesserung des Services durch eine moderne und innovativ arbeitende Verwaltung.

Eine effiziente und serviceorientierte Verwaltung sei zudem ein wichtiger Standortfaktor im Wettbewerb um die Ansiedlung neuer Unternehmen. Nicht zuletzt muss die Stadt Standards, die der Gesetzgeber zum Beispiel durch das eGovernment-Gesetz vorgibt, einhalten.

Um all diesen Ansprüchen zu genügen, müsse sich die Stadtverwaltung auf der Basis einer einheitlichen Strategie weiterentwickeln. Die verschiedenen eGovernment-Maßnahmen sollen dabei zentral angeboten werden, um Mehrfachaufwände in der Gesamtverwaltung zu vermeiden.

Über ist man sich in der Mainmetropole auch schon einig: „Zuerst muss die Stadtverwaltung intern flächendeckend sogenannte IT-Basisdienste wie die Einführung eines einheitlichen Dokumentenmanagementsystems, eines Prozessmanagements, eines Elektronischen Bezahlverfahrens (ePayment) oder die Nutzung der Authentifizierungsfunktion des neuen Personalausweises (eID) etablieren.“

Auf der Grundlage dieser Basisdienste könnten dann die nach außen wirkenden Dienste wie zum Beispiel ein Open Data-Portal oder ein Online-Antragsmanagement, mit dem es möglich sein soll, unterschiedliche Verwaltungsleistungen online zu beantragen, entwickelt und angeboten werden.

Der für eGovernment und die städtische IT zuständige Stadtrat Jan Schneider erläutert: „Die nun beschlossene Bereitstellung von Mitteln für die Umsetzung von eGovernment-Maßnahmen ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer noch moderneren und effizienteren Verwaltung. Wir müssen jetzt in eGovernment-Maßnahmen investieren, um einerseits den Bürgerservice der Stadtverwaltung weiter zu verbessern sowie andererseits durch elektronische und automatisierte Arbeitsabläufe innerhalb der Verwaltung Zeit und Geld zu sparen. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich die Investitionen ins eGovernment mittel- und langfristig sowohl für die Stadtverwaltung als auch für die Bürger sowie Unternehmen auszahlen werden.“

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Uralt Dokumentenmanagemant als E Govermnet Strategie zu begreifen!  lesen
posted am 11.06.2014 um 15:40 von Unregistriert


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