Thema: Die Verwaltung braucht den Mut zur Lücke

erstellt am: 09.07.2018 08:49

Antworten: 2

Diskussion zum Artikel


Der Redaktionsbeirat diskutiert
Die Verwaltung braucht den Mut zur Lücke


In seiner aktuellen Sitzung hat der Redaktionsbeirat der eGovernment Computing mit seinem neuen Mitglied, dem Bremer Staatsrat Henning Lühr, die Frage diskutiert, was eine moderne Verwaltung auszeichnet und wie sich der Wandel hin zu einer solchen Verwaltung beschleunigen lässt. Dazu berichtete ­Henning Lühr zunächst von den Erfahrungen der Hansestadt.

zum Artikel

Antworten

nicht registrierter User


Kommentar zu: Die Verwaltung braucht den Mut zur Lücke
09.07.2018 08:49

Es quält sich dahin. Die Arbeit zur Schriftformerforfernis ist nur durch den deutschnationalen Alleingang von Zypries in 2001/2002 erforderlich geworden, als Juristen Mist forderten, den der Rest der Welt nicht braucht. Ohne WiBe, ohne Business Case. Einfach so, weil die Sabotage möglich war. Ich frage mich, wo Google heute wäre, wenn man ebenso die letzten zwei Jahrzehnte vertrödelt hätte. Drücken wir den Bremern die Daumen, dass es wenigstens ein wenig voran geht.

Antworten

nicht registrierter User


Verwaltung braucht nicht Mut zur Lücke, Verwaltung muss endlich reformiert werden !
18.08.2018 12:49

Die Bekenntnisse zu Verwaltungsmodernisierung und digitale Verwaltung, oder wie diese Visionen noch genannt wurden und werden - sie alle werden nicht wirklich in den erwarteten Fortschrift der Gesellschaft münden. Vermutlich auch nicht in Bremen.
Das Kernproblem der Verwaltung ist doch die streng hierarchische Verwaltungsstruktur nach Beamtenstatusrecht aus Zeiten von Bismarck und die unsägliche Vereinnahmung der Verwaltung durch parteipolitische Interessen. Allein schon der Status des Beamten wirkt in aller Regel gegen jede innovative persönliche Entscheidungen mit Risiko - es könnte für die Laufbahnentwicklung nicht förderlich sein (oder man kauft sich Berater ein, die im Zweifel die Schuld haben). In unseren Verwaltungen sind viel zu viele Mitarbeiter mit dem Status des Beamten. Und Spitzenbeamte sind noch lange keine Spitzenmanager der Verwaltung - allein ein absolviertes zweites juristisches Staatsexamen oder die Bewährung als Parteisoldat in irgendeinem Wahlkampf bedeutet noch lange nicht, das die Frau/ der Mann wirklich ein Spitzenmanager mit Fachkompetenz der Verwaltung ist.
Das mag in kommunalen Strukturen vielleicht nicht so ausgeprägt sein, wie auf Länder oder Bundesebene.
Und nun die Frage: wer und wie soll die Verwaltungsmodernisierung erfolgreich auf den Weg bringen?

Wer heute erfolgreich Projekte umsetzen will, muss z.B. agile Projektarbeit zu lassen, Verantwortung in Teams geben, Fachkräften den Aufstieg auch ohne universitäre Abschlüsse ermöglichen, nicht die parteipolitischen Ziele - sondern die sachorientierte gesellschaftliche Lösung suchen, Risiko und Scheitern akzeptieren, etc. Das alles wird mit wenigen Ausnahmen in unserer Verwaltung heute nicht gelebt - und deshalb werden wir sicher 2025 immer noch über den Neustart großer Projekte zur Digitalisierung der Verwaltung erfahren.

Allein der Mut zur Lücke wird nicht reichen - der Mut zur grundsätzlichen Veränderung ist notwendig. Es bedarf des umfassenden Umbaus der Verwaltung - ab besten mit digitaler Unterstützung.

Aber mal ehrlich - wer wäre bereit seinen eigenen Status selbst in Frage zu stellen ?

Antworten

Antwort schreiben

Titel:


Nachricht:

 



Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.

Thema abonnieren:

Email:
*Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Antwort abschicken