Thema: Elektronische Melderegisterauskunft aus NRW

erstellt am: 22.01.2014 08:09

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Kooperation mit öffentlichen IT-Dienstleistern
Elektronische Melderegisterauskunft aus NRW


Eine von Behörden und Privatpersonen häufig nachgefragte Dienstleistung ist die Auskunft aus den Melderegistern. Seit Jahresbeginn gibt es mit dem „eMA-Dienst“ in Nordrhein-Westfalen nun die Möglichkeit, diese Auskünfte auf elektronischem Weg zu erhalten.

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nicht registrierter User


Kommentar zu: Elektronische Melderegisterauskunft aus NRW
22.01.2014 08:09

Der hier auch mit praktizierten AKDM-Propaganda wollte ich vorhin auf den Grund gehen und entschied mich für die Bürgerauskunft aus dem Melderegister.

a) Die Wohnorteingabe München wurde vom System zurückgewiesen, da es mehrere München gibt und man eine der vielleicht 40 Postleitzahlen der LHM auswählen muß. Andere selbständige Gemeinden mit dem Namen München waren dabei jedoch nicht gemeint. Da ist guter Rat teuer, wenn man die PLZ des Gesuchten nicht kennt und das System auch mit dem korrekten Straßennamen plus Ortsnamen nichts anfangen kann.
b) Die Eingabe der Kontodaten kannte offenbar noch keine SEPA-Regelung, und nach Eingabe des Einmalpasswortes, eine SMS wie heutzage üblich ist offenbar auch unbekannt, kam die grandiose Meldung:
Es ist ein Systemfehler aufgetreten. Leider kann der Vorgang nicht erfolgreich abgeschlossen werden.. Tröstlich war, dass großzügig von einer Gebührenbelastung schriftlich Abstand genommen wird.

c) Kurzum, Murks und Pfusch - man möge doch mal eine kleine Dienstreise über die nahe Grenze machen und dort eine ordentliche Lösung abkupfern. Oder sich an den neuen CIO wenden und um geistige Unterstützung bitten.

d) Außerdem: Melderegisterabfragen programmierte ich schon vor über 20 Jahren für eine große Organisation. Damals gab es zwar nur CICS-Masken und nicht intelligente 3270-Terminals, das Verfahren funktionierte jedoch und kostete nur einen Bruchteil jener rund 10 (!) EUR, die der Bürger für diesen Murks berappen müsste...

e) Wenn man daran denkt, dass aus dem gleichen Stall auch die errechneten Gemeinde-Einwohnerzahlen gem. Microcensus stammen, dann dürfte der Klage-Erfolg benachteiligter Gemeinden mit Gelassenheit erwartet werden...

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ELubey





dabei seit: 22.01.2014

Beiträge: 4

RE: Elektronische Melderegisterauskunft aus Bayern (!)
22.01.2014 14:00

Mein Selbstversuch ergab ein formvollendetes Ergebnis.
Aufgefallen dabei ist lediglich die PLZ-Tabelle, aus der man sich für die LH München eine aus 75 aussuchen darf, und die Abschlussmeldung, derzufolge ich gar nicht existiere. Werden noch sehen, ob auch meine SEPA-freie Bankverbindung für den bescheidenen Obolus nicht exisiert.
Rückfragen und Erklärungsbitten bei der AKDB sowie beim KVR blieben leider unbeantwortet, angekündigte Rückrufe fanden nicht statt. Den Supporten verschlug es mutmaßlich die Sprache.

Nachtrag

Az. IC2-2808.11-0
Sehr geehrter Herr .....,
zu Ihrer Anfrage können wir Ihnen Folgendes mitteilen:
Eine Überprüfung der Anfrage hat ergeben, dass Sie bei Ihrer Anfrage die amtliche Straßenschreibweise verwendet haben. Dies ist nicht zu beanstanden. Im Datenbestand der ......, der von der .... Bürgerauskunft zu Grunde zulegen ist, wird jedoch die Schreibweise ..... .wendet und gespeichert. Dies hat zur Folge, dass Ihre Daten bei der elektronischen Suche nicht gefunden werden konnten.
Wir werden die Angelegenheit zum Anlass nehmen, die Meldebehörden zu bitten, bei der Speicherung von Straßennamen immer die amtliche Schreibweise zu verwenden.
..... (Stellungnahme aus dem BayStMI / Polizeirecht, 4.2.2013)

Man lese und staune: Die Meldebehörde wird gebeten, die Daten, und zwar die amtliche Straßenbezeichnung, richtig zu führen. Ein neue Glanzleistung im eGovenment zur Schonung unbedarfter IT-Politiker...
* zuletzt geändert von: ELubey am 05.02.2014 um 06:09 Uhr *

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