Thema: eGovernment-Standards und FITKO gehen an den Start

erstellt am: 06.10.2017 10:34

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Herbstsitzung des IT-Planungsrats
eGovernment-Standards und FITKO gehen an den Start


Der IT-Planungsrat hat auf seiner gestrigen Sitzung einige wichtige Standards für den künftigen eGovernment-Ausbau verabschiedet. So wurden weitreichende Entscheidungen zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes, zum gemeinsam von Bund und Ländern aufzubauenden Portalverbund und zum Digitalisierungsprogramm verabschiedet.

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nicht registrierter User


Kommentar zu: eGovernment-Standards und FITKO gehen an den Start
06.10.2017 10:34

Das kommt alles 10 Jahre zu spät - leider.
Wieder einmal haben wir beim Thema Digitalisierung noch immer nicht ausgeschlafen, und machen uns gegenüber unseren europäischen Nachbarn lächerlich.
Man bedenke, dass in den Kommunalverwaltungen Papier bedrucken immer noch Standart ist, und es keinerlei gesetzliche Regelungen gibt, die hier eine Änderung in naher Zukunft herbeiführen könnten.
Auch wenn der Planungsrat nunmehr so tut, als wären irgenwelche Weichen gestellt, glaube ich einfach nicht daran, dass in den nächsten 5 Jahren signifikante Änderungen stattfinden werden.
Insbesondere das mittlerweile ebenfalls lächerliche Thema Datenschutz legt derart viele Steine in den Weg, dass es nahezu unmöglich sein durfte, komfortable und sinnvolle Lösungen umsetzen zu können.

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nicht registrierter User


RE: eGovernment-Standards und FITKO gehen an den Start
06.10.2017 13:54

Stimme dem Kommentar hundertprozentig zu. Leider konzentriert sich die Bundesverwaltung auf unwichtige und sinnlose Projekte wie ein Bundesportal und lässt die zentralen Infrastrukturaufgaben unbearbeitet liegen. Mit Infrastruktur meine ich nicht den Breitbandausbau sondern das Identitymanagement. Seit Jahrzehnten gibt es keine Möglichkeit, Nutzer stark im Netz zu authentisieren. Weder ist es gelungen, digitale Zertifikate einzuführen noch gibt es eine Personenkennziffer noch ein Bürgerkonto. Dieses sind aber unabdingbare infrastrukturelle Voraussetzungen um Dienste im Netz anzubieten, die über reine Informationsangebote hinausgehen. Die Rolle des Identityproviders überlassen wir lieber Firmen wie Facebook, obwohl das Ausstellen von Ausweisen - in der realen Welt - immer vornehmste Aufgabe des Staates war.
Die Datenschutzargumente, die unweigerlich jetzt angeführt werden, verhindern seit 20 Jahren (Signaturgesetz) jeden Fortschritt und haben uns zum Träger der roten Laterne in Europa gemacht. Das völlig überzogene Datenschutztheater hat zu solchen unsäglichen Produkten wie den neuen Personalausweis mit AusweisApp geführt, die wegen der völlig unerträglichen Usability von niemandem genutzt werden.

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