Thema: Auf dem Weg zur papierlosen Verwaltung

erstellt am: 28.02.2018 12:08

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Die eAkte im Bund
Auf dem Weg zur papierlosen Verwaltung


Nach dem erfolgreichen Abschluss des Vergabeverfahrens im ­November vorigen Jahres starten ausgewählte Bundesbehörden im Jahr 2018 mit der Nutzung eines zentral erbrachten Basisdienstes für die elektronische Aktenführung. Bis 2020 soll der Service dann flächendeckend in der gesamten Bundesverwaltung verfügbar sein. Staatssekretär Klaus Vitt gibt in seinem Beitrag einen Ausblick auf den aktuellen Projektstand.

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nicht registrierter User


Kommentar zu: Auf dem Weg zur papierlosen Verwaltung
28.02.2018 12:08

Die Digitalisierung der Verwaltung ist natürlich zu begrüßen und letztlich auch alternativlos, allein der Weg dahin bedarf möglicherweise einiger Korrekturen.
1. Den eingangs erwähnten Portalverbund um staatliche Online-Dienstleistungen zu bündeln und unter einer Oberfläche zugreifbar zu machen, halte ich für teuren Unfug. Mit Google ist jede Dienstleistung, die online verfügbar ist auch innerhalb weniger Sekunden auffindbar. Mir zumindest würde es niemals einfallen, irgendein zentrales Bürgerportal aufzusuchen, sondern ich würde die Dienstleistung spezifizierend Google füttern.
2. Sehr viel wichtiger wäre hier ein zentrales Bürgerkonto, in dem jeder Bürger - der das wünscht - neben seiner authentisierten Identität auch seine persönlichen Daten ablegen kann. Ich würde es zumindest sehr schätzen, nicht zum gefühlt 1000-ten Mal meine persönlichen Daten und die meiner Familie in irgendwelche Formulare eintragen zu müssen, wenn ich irgendeine staatliche Leistung in Anspruch nehmen möchte. Auch wenn etliche Hobby-Datenschützer hier aufschreien mögen, man schaue nach Estland wie so etwas geht. Natürlich muss das auf Freiwilligkeit beruhen, wer will kann sich weiter die Finger wund schreiben.
3. Nicht erwähnt wird, dass die elektronische Akte bei vielen Behörden bereits seit vielen Jahren Realität ist. Interessant wäre es, zu erfahren, warum die erhofften Beschleunigungseffekte häufig nicht eingetreten sind. Auf jeden Fall wird es nicht reichen, dasselbe Produkt allen Behörden überzustülpen. Mein Verdacht ist, dass neben den natürlichen Beharrungskräften der Verwaltung auch der Datenschutz ein wesentlicher Hemmschuh ist. Es ist nach den ggw. Regelungen fast ausgeschlossen, personenbezogene Daten für einen anderen als den ursprünglich erhobenen Zweck einzusetzen, was dem Gedanken einer Vernetzung natürlich diametral entgegenläuft.

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nicht registrierter User


RE: Auf dem Weg zur papierlosen Verwaltung
28.02.2018 15:36

Mich würde einmal brennend interessieren, wie die Projektverantwortlichen das Thema der physischen Netzanbindung einer Behörde zum ITZBund sehen. (Image)Daten müssen ja schließlich über die Hi-Speed-Autobahn des Bundes... Was für Ministerien und Behörden auf Bundesebene vielleicht noch funktionieren mag, wird aber bereits für Behörden des nachgeordneten Bereichs zum Problem, die nur über schmale Bandbreiten verfügen und sicher nicht darauf warten können 10 Min. auf das Öffnen von Akten, Vorgängen oder Dokumenten zu warten; vom Kommunalbereich einmal ganz zu schweigen.
Ich hoffe hier doch sehr, dass den Sachbearbeitern hier das starren auf die Sanduhr erspart bleiben wird. Alles andere wäre ein Rohrkrepierer...

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