Thema: Sparen durch elektronische Rechnungen

erstellt am: 22.10.2014 12:26

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Studie bestätigt Einsparpotenzial für die Öffentliche Verwaltung
Sparen durch elektronische Rechnungen


In Zusammenarbeit mit der Schweizer Billentis hat die Mach AG neue Marktzahlen und Erhebungen zur elektronischen Rechnungsbearbeitung in Europa vorgestellt. Die Studie zeigt, dass Verwaltungen durch einen elektronischen Rechnungs-Workflow Einsparungen in Höhe von 60 bis 80 Prozent gegenüber Papierrechnungen erreichen können.

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woksoll





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Kommentar zu: Sparen durch elektronische Rechnungen
22.10.2014 12:26

Interessanter Nebeneffekt: bei der eRechnung wird nach Änderung des Umsatzssteuergesetzes auf die qualifizierte Signatur verzichtet. Zumal Rechnungen schon immer ohne Unterschrift rechtskräftig waren. Schon heute kann jeder eine Rechnung per E-Mail versenden: in der Mail, als Anhang als PDF oder als gescanntes Fax

Richtig spannend aber wird es, wenn der Empfänger die Daten maschinenlesbar empfangen kann, wie man das seit den 1990er Jahren in den USA mit XML macht oder mit EDI seit kurz nach Christi Geburt. Die Deutschen haben sich national dann noch einen Einwicklerstandard einfallen lassen, dass man die XML-Dateien eingewickelt in PDF versenden kann, damit auch jeder die Daten lesen kann: ZUGFeRD. Hier kann man sich was vom FeRD erzählen lassen.
http://www.ferd-net.de/
Für nationalen Geschäfte reicht das, für europäische nicht. Wir müssen ja immer eine nationale Sonderbehandlung machen, da die Bundesbehörden (Kuckst Du Sascha Lobo heute im Spiegel Online) so mit Spionage für fremde Mächte überlastet sind, dass sie zur Verwaltungsvereinfachung einfach keine Zeit haben.

Schön wäre es jetzt gewesen, wenn Mach in dem Artikel auch gesagt hätte, ob es einen ZUGFeRD Im- und Export hat und mit wem man Interoperabilitätstests erfolgreich gemacht hat (z.B. SAP, Kirp, DOGRO, datev?).

Man sieht: wenn es ums Geld geht (hier MWSt) kennt die Bundesregierung keine Gnade bei der Digitalisierung. Da muss das Geld fließen und nicht die Verhinderung. In anderen Verwaltungsbereichen läuft es andersherum, da werden weiter höchste Hürden aufgebaut (QualSig, eID, nPA, De-Mail), um eine rechtskräftige Kommunikation mit der Verwaltung weiterhin zu verhindern, wie wir gestern auch auf dem IT-Gipfel hören durften. Da muss dann wohl auch mal die EU ran wie bei der eRechnung, um D aus dem Sumpf der Nichtdigitalisierung herauszuholen.

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nicht registrierter User


RE: Sparen durch elektronische Rechnungen
29.10.2014 20:32

Hallo woksoll,

vielen Dank für die Antwort auf den Artikel.

Zuerst möchte ich auf Ihre konkrete Frage antworten. Die MACH Software unterstützt sowohl den Empfang und somit das automatisierte Auslesen von Daten aus ZUGFeRD-konformen Rechnungen, als auch den Versand einer Rechnung im ZUGFeRD-Format. Derzeit sind wir in der heißen Phase und werden die Tests demnächst abschließen, denn ab Mitte 2015 möchte unser Entwicklungspartner mit der Lösung produktiv gehen.

Das ZUGFeRD-Format an sich ist derzeit ein nationaler Standard, da stimme ich Ihnen zu, allerdings heißt das nicht, dass Deutschland hier einen Alleingang hingelegt hat. Ganz im Gegenteil, der Aufbau der XML-Datei basiert auf den Vorgaben der Cross Industry Invoice und wurde so angepasst, dass es auf die Geschäftsfälle in Deutschland besser passt (siehe hierzu auch die FAQs auf der FeRD Homepage http://www.ferd-net.de/front_content.php?idcat=256&lang=3, Antwort 2). Wie der europäische Standard heißen wird, wissen wir heute noch nicht. Gleichzeitig bedeutete dies aber auch, dass er auch ZUGFeRD heißen kann.

Falls Sie Lust auf einen weiteren Austausch haben, melden Sie sich gerne bei der MACH AG und fragen nach mir.

Bis dahin, viele Grüße
Patrick Spahn

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