Thema: Microsofts neue SharePoint-Strategie

erstellt am: 10.05.2016 08:32

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Diskussion zum Artikel


Chance oder Risiko für DMS-Anwender?
Microsofts neue SharePoint-Strategie


Was bedeutet Microsofts neue SharePoint-Strategie für den DMS-Anwender? Und wer ist stärker betroffen: Sharepoint-Einsteiger oder die alten Hasen? Ulrich Gerke und Jürgen Rentergent von Zöller & Partner geben Auskunft.

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nicht registrierter User


Kommentar zu: Microsofts neue SharePoint-Strategie
10.05.2016 08:32

Bedauerlicherweise wir hier sehr viel Falsches berichtet. SharePoint On Premises entwickelt sich mit SharePoint Online weiter. Der Autor hätte besser den Launch-Event am 4. Mai 2016 abgewartet. Dort hätte er dann beeindruckend sehen können, wie sich die Oberfläche von SharePoint stark vereinfacht hat und beispielsweise das Erstellen von Seiten leichter wird. Die bisherigen Features bleiben aber weiter erhalten.
Auch dass sich die Partner von der Anwendungsentwicklung verabschieden ist gundfalsch. Seit SharePoint 2013 gibt es ein neues Applikationsentwicklungsmodell. Will ein Partner heute ein AddIn anbieten, kann er das heute mit mehr Flexibilität als basierend auf dem alten Modell. Zudem läuft diese Anwendung dann sowohl auf einem OnPrem-SharePoint als auch in Office 365. Sowohl SharePoint Online als Teil von O365 als auch SharePoint OnPrem sind somit als Applikationsplattform zu sehen.
Der Artikel berichtet in vielerlei Hinsicht unnötig negativ, denn die Entwicklung von SharePoint ist insgesamt positiv zu sehen: als ein System, das für das Gros der Anwender eine vollständige Umgebung bietet und trotzdem offen für umfangreiche Erweiterungen ist. Mit Office 365 ist lediglich eine starke Option für den Betrieb dazugekommen. Einige Kunden mögen spezielle Anforderungen haben, die einen OnPrem-Betrieb erfordern, aber genau dann sind die hybriden Möglichkeiten auf dem Markt wohl ohne Konkurrenz.

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nicht registrierter User


RE: Microsofts neue SharePoint-Strategie
11.05.2016 16:08

Die SharePoint-Strategie von Microsoft macht durchaus Sinn. Und sie stellt den On-Prem bestimmt nicht aufs Abstellgleis.
Dazu sehr aufschlussreich: https://www.youtube.com/watch?v=6ADQpn3xl2U.

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nicht registrierter User


RE: Microsofts neue SharePoint-Strategie
16.05.2016 13:09

Die Autoren vergessen auch komplett, dass MS ein Partnergetriebenes Geschäftsmodell verfolgt.
So gibt es sehr gute und etablierte Drittanbieter für die fehlenden DMS Funktionalitäten...

Und die onPrem Diskussion vs. only Cloud ist auch mehr wie hinfällig.

Q&A aus einem der MS-Blogs zum Launch von SP2016 (relevante Frage in rot):
https://blogs.office.com/2016/05/04/sharepoint-server-2016-your-foundation-for-the-future/

Frequently asked questions
Q. Will the new experiences for Sites, Pages, Lists and Libraries be coming to SharePoint Server 2016?
A. Our goal is to enable all of our customers to take advantage of the innovation we deliver for SharePoint, whether on-premises, in the cloud or somewhere in between. As much as possible, we endeavor to bring the same set of innovations in the cloud to our on-premises customers. Some innovations cannot be packaged and delivered to on-premises, such as the Office Graph; for those scenarios, we bring them to our on-premises customers through hybrid experiences.
Q. Is SharePoint Server 2016 the last server release?
A. No, we remain committed to our customer’s on-premises and do not consider SharePoint Server 2016 to be the last on-premises server release.

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ugerke@zoeller.de





dabei seit: 31.05.2016

Beiträge: 1

RE: Microsofts neue SharePoint-Strategie
31.05.2016 21:13

Sehr geehrte Damen oder Herren?

Wir würden Sie ja gern persönlich ansprechen, aber leider möchten Sie lieber anonym bleiben.

Natürlich prüfen wir Aussagen, die wir wie hier öffentlich machen, aus eigenem Interesse sehr genau. Die meisten Themen haben wir sogar im direkten Kontakt mit Microsoft thematisiert und wurden hinsichtlich der Fakten bestätigt. Sie können also getrost davon ausgehen, dass im Artikel keine falschen Aussagen enthalten sind.

Selbstverständlich macht Microsoft große Events und interessante Ankündigungen, aber ob die gute Stimmung während der Veranstaltungen oder die Ankündigungen in den youtube-Videos langfristig zu einer befriedigenden Produktsituation für den Endanwender im Hinblick auf professionelle DMS-Funktionen im SharePoint führen, muss die Zeit zeigen.

Wir machen unsere Aussagen auf der Basis von Kundenerfahrungen, die konkret beim Einsatz von Sharepoint als DMS-Plattform gemacht wurden. Unser Blickwinkel ist also der des Anwenders und nicht der des Microsoft-Partners, der mit Add-on Produkten und Services sein Geld verdient.

Die hohe Anzahl an Ergänzungsprodukten von Drittanbietern für den SharePoint gibt es übrigens, weil damit eben funktionale Defizite in den DMS-Funktionalitäten des SharePoint auszugleichen sind. Workflow, Stapelscanning, Rendition, Viewer, Aktenfunktionalitäten etc., sind alles Funktionen, die ein marktübliches DMS heute ohne Drittprodukte im Standard bietet.

Der Artikel bezieht sich auf die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuelle Sharepoint Version 2013. Mit Sharepoint 2016 gibt es nur wenige Verbesserungen die sich auf das Thema DMS beziehen. Wir halten deshalb die wesentlichen Kritikpunkte aufrecht.
* zuletzt geändert von: am 31.05.2016 um 21:23 Uhr *

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nicht registrierter User


RE: Microsofts neue SharePoint-Strategie
01.06.2016 17:48

Das sind schon sehr pauschale Aussagen:

• Es muss keine Serversoftware (Betriebssystem, SharePoint, Werkzeuge, Add-ons) mehr installiert und im Netzwerk eingebunden werden.
Keine Add-ons? Kunden werden auch im SharePoint Online weiterhin nach Erweiterungen suchen und gerade da Add-ons verwenden (die auch übrigens Add-ins heißen). Was ist mit Tools für Site und Benutzermanagement. Die Admin-Oberfläche von SPO ist, na, rudimentärerer als on-prem.

• Ausfallschutz und Backup müssen nicht geplant, durchgeführt und überwacht werden.
Doch. Unternehmen müssen Backups durchführen. Es gibt Aufbewahrungsfristen und –regeln. Item Level Recovery geht nur bis zum Mülleimer in SPO. Und dann? Also: SPO Backup wieder nach on-prem auf das gute alte Band.

• Microsoft garantiert die Verfügbarkeit und schützt Daten vor nicht autorisierten Zugriffen.
Nun, wenn der Kunde seine SharePoint Seite an böse dritte freigibt, dann macht MS gar nix. Und gerade dieser „Share“ Button macht unseren Kunden durch die Bank Bauchschmerzen.

• Richtlinien für einen ordnungsgemäßen Betrieb, sowie deren Umsetzung und Überwachung entfallen.
Äh, nein. Sie werden weniger. Aber Policies für Bereitstellung und Management braucht es immer noch.

• Es müssen keine Updates, Service Packs und Migrationen auf neue Versionen mehr geplant und umgesetzt werden, das erledigt Microsoft im Hintergrund, völlig transparent für die Anwender.
Richtig, aber die Client Infrastruktur der Unternehmen muss mithalten. Alles muss im neuen schnellen Rhythmus kompatibel bleiben. Nicht immer ist das ein Vorteil. Und es spart auch kein Geld.

• Customizing soll durch bessere Vorlagen für typische Anwendungsszenarien, z. B. Mitarbeiterportal weitgehend überflüssig gemacht werden.
Ja, das ist ja eine Glaubensfrage  Hat noch nie funktioniert. Kunden wollen immer ihre Farben.

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